Produkttest – Le Mieux Lammfellpad

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Bei der Sache mit dem Pad unter dem Sattel scheiden sich die Geister. „Ein Sattel muss auch ohne Pad richtig sitzen“ genauso habe ich es vor Fiete immer gesehen, ich war kein Freund davon viel Zeug unter dem Sattel zu haben.

Dann war es jedoch soweit Fiete bekam mit 4 Jahren seinen ersten eigenen Sattel. Er war schon immer ein sehr schmales Pferd, welches eher untergewichtig ist. Bedeutet er ist auch eher knochig und gerade die Rückenmuskulatur könnte stärker ausgeprägt sein. Darum riet mir der Sattler meines Vertrauens dieses Jungpferd auf jeden Fall mit einem Lammfellpad zu reiten. Er begründete dies mit dem Satz „So hat er mehr Platz und sie können ihm die Chance geben mehr Rückenmuskulatur aufzubauen.“ Und wenn ich mir nun vorstelle ich müsste dieses schwere Lederding auf meinem Rücken dulden wäre ich bestimmt auch ganz angetan von einem weichen Pad, welches bestimmt auch einiges abfedert. Dazu möchte ich noch sagen, dass der Sattel Fiete auch ohne Pad super passt und mein Sattel auch immer ohne Pad angepasst wird. Es soll also nicht dazu dienen irgendetwas aufzufüllen oder auszugleichen, sondern es soll das Satteltragen einfach angenehmer gestalten und die Möglichkeit bieten Rückenmuskulatur aufzubauen.

Ein Pad wie jedes Andere?!?

Als ich erfuhr, dass ich als Produkttester von epplejeck ausgewählt wurde war die Freude natürlich riesengroß. Ein paar Tage später trudelte auch das Paket mit vielen kleinen Überraschungen bei uns ein.

Das Lammfellpad hat für mich zwei große Unterschiede zu dem Pad, welches ich sonst immer genutzt habe. Zu einem hat es einen fellfreien Wirbelsäulenkanal und es verfügt über zwei kleine Schlitze durch die man die Satteldecke/Schabracke ziehen kann.

Der Wirbelsäulenkanal ist natürlich genial, denn Lammfell soll ja dort liegen, wo sich Muskulatur befindet und dort aufliegen, wo auch der Sattel aufliegt. Die zwei kleinen Schlitze haben sich als ganz großartig herausgestellt, denn ich hatte ein paar Schabracken welche mir immer wieder unter dem Sattel weggetaucht sind auch wenn ich sehr darauf geachtet habe sie mit dem Satteln und dem Nachgurten auszukammern, sind mir bestimmte Decken immer wieder runtergerutscht, so dass ich sie letztlich nicht mehr wirklich nutzen wollte. Durch die Schlitze im Pad kann man die Klettstrippen ziehen und siehe da, die Schabracken rutschen nicht mehr weg. Eine geniale Idee und sehr praktisch. Im Alltagstest bleibt das Lammfell schön fluffig, selbst bei den äußerst warmen Temperaturen und dem damit verbunden vermehrten schwitzen kann dem Fell nichts anhaben.

Fazit: Ein schönes Lammfellpad, welches ich einfach nur weiterempfehlen kann.

„Reiten lernt man nur durch Reiten“

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„Reiten lernt man nur durch Reiten“ stimmt diese Aussage wirklich? Oder gibt es Trainingsmethoden die sich auf mein Reiten bzw. besonders auf mein Reiterfundament – meinen Sitz auswirken?

Wer mir länger folgt weiß bestimmt, dass ich mich immer mal wieder aufraffe, um Laufen zu gehen. Das Laufen hat mich beim Reiten deutlich vorangebracht. Jedoch nicht unbedingt weil sich dadurch mein Sitz verbessert hat. Ich habe durch die verbesserte Kondition einfach viele Vorteile, die sich im täglichen Training, aber auch auf dem Turnier bemerkbar machen. Ich bin einfach nicht ganz so schnell aus der Puste und ich habe das Gefühl, mich deutlich besser konzentrieren zu können.

Die Aussicht auch langfristig meinen Sitz und damit meine Einwirkung beim Reiten durch ein spezielles Fitnessprogramm zu verbessern, klingt wirklich sehr verlockend. Und genau das möchte ich ausprobieren. Ich möchte sehen ob sich durch regelmäßiges Training außerhalb des Sattels etwas nachhaltig verändern kann. Laut den Protokollen der letzten Dressurprüfungen liegt eine große Schwachstelle meines Sitzes in meiner Schulterpartie und damit verbunden auch letztlich meine Handhaltung, welche in Trainingsstunden immer wieder bemängelt wird und welche noch weit entfernt ist vom Idealbild. Ich selbst hingegen empfinde meine Neigung zum Hohlkreuz auch als eine Großaustelle.

Das dieser Weg nicht einfach wird ist mir klar, doch schaffe ich es, mich jeden Tag neu zu motivieren? Schaffe ich es, einen weiteren Tagespunkt in meinen eh schon vollgestopften Tagesplan mit aufzunehmen? Ich werde es versuchen und würde mich freuen wenn ihr mich auf meinem Weg begleitet.

Doch von was spreche ich hier eigentlich und warum werde ich genau dieses Programm testen? Die Aussicht, den perfekten Sitz (unter uns, ich nenne ihn mal den „Klimke-Sitz“) zu erlangen, sollte für uns doch Ansporn genug sein, sich ein wenig zu quälen und seinen inneren Schweinehund zu überwinden. Wieso erhoffe ich mir nun von dem Fitnessprogramm von StrongPony genau diesen Klimke Sitz?

Ganz einfach. Hinter StrongPony steckt nicht irgendeine Fitnesskette, die sich als neue Zielgruppe die Reiterwelt rausgepickt hat. Sondern hinter StrongPony steckt Anja Höfele. Sie selbst sitzt seit über 23 Jahren im Sattel und hat diverse Qualifikationen rund um den Reitsport, aber auch in der Fitnesswelt vorzuweisen. Reiten ist so ein komplexer Sport, dass die vielen Zusammenhänge auch nur jemand nachvollziehen kann, der selbst regelmäßig im Sattel unterwegs ist. Genau dort setzt StrongPony an und vereint in seinen Übungen Koordination, Kraft und Stabilität, Beweglichkeit im Allgemeinen, Flexibilität, Mobilität, Muskellängentraining und nicht zuletzt Schnelligkeit. Alle Komponenten sind beim ausführen von Reitsport extrem wichtig. Anja hat bereits 2015 angefangen, Trainingspläne für eine befreundete Reiterin zu schreiben und damit lag StrongPony praktisch schon in der Wiege. Anja selbst sagt über ihr Programm: „Ich habe mein Wissen im Bezug auf Gymnastik, Mobilität und Flexibilität, Stabilität sowie Koordination, Kraft und Muskellängentraining auf den Reitsport und die Bedürfnisse von Reitern bezogen und angepasst.“ Ihr dürft also von StrongPony ein abwechslungsreiches Training, welches speziell auf uns Reiter abgestimmt ist, erwarten.

Ich habe heute mit dem Programm begonnen und dieses startet als erstes mit einem Eingangstest. Wer sich nach dem Absolvieren des Testes eine Einschätzung seiner Fitness wünscht wird an der Stelle enttäuscht. Viel mehr geht es darum, sich selbst ein Bild seiner körperlichen Fitness zu machen und dies zu dokumentieren. Das empfinde ich als eine großartige Idee, denn hier kämpft man nicht gegen irgendwelche vorgefertigten Maße, sondern gegen sich selbst, gegen seine Mittel und Gegebenheiten.

Bevor man mit dem Eingangstest beginnen kann gibt es ein Aufwärmprogramm. Welches ich mal im Schnelldurchlauf für eure Belustigung aufgenommen habe.

Die erste Trainingseinheit unter dem Motto „Mobilität und Flexibilität“ zeigt mir gleich meine Schwachpunkte auf. In die linke Richtung merke ich deutlich wie mir die Übungen für die Hüftmobilität schwer fallen. Aber ich quäle mich hindurch, denn schließlich schwebt er vor mir, der Klimke-Sitz, und dafür werde ich alles geben. Alles in allem bin ich mit meinem ersten Trainingstag sehr zufrieden und bin gespannt was die nächsten Tage bringen.

Was ich persönlich noch hervorragend finde, ist der Fakt, dass nicht vorgeschrieben wird, wieviele Übungen man schaffen soll. Stattdessen werden Zeiten gesetzt und so kann jeder die Übungen in dem Tempo durchführen, die er für angemessen empfinden. So schafft der Eine vielleicht nur 3 Wiederholungen in vorgegebenen Zeit und ein Anderer vielleicht 10 Wiederholungen. Und keiner der Beiden muss sich am Ende schlecht fühlen. Denn jeder hat die Übung so gut absolviert, wie er es eben kann. Und das ist doch wichtig, überhaupt seine Komfortzone zu verlassen und aktiv etwas für sich und damit auch für sein Pferd zu tun!

Also nun zack rein in die Sportsachen und Mitglied im „StrongPony-Club“ werden! Für eure Gesundheit, euer Wohlbefinden und euren Reitstil. Zu verbessern und zu optimieren gibt es wohl immer etwas.

Jahresrückblick Teil 1

Ein Jahr geht und ein Neues steht ganz frisch vor mir. Für mich bedeutet ein Jahreswechsel keine große Veränderung, aber ich mag es, diesen besonderen Zeitpunkt zu nutzen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, sich auf das neue Unbekannte einzulassen und freue mich auf alle Überraschungen, die das neue Jahr mit sich bringen wird.

Es war viel los im vergangen Jahr und ich versuche euch einen kleinen Überblick von dem zu geben, was mich beschäftigt hat. Ich versuche mich auch kurz zu fassen.

Das war 2017

Der Januar startete sehr eisig und dennoch nutzen wir einen dieser kalten, aber schönen Tage, um ein paar tolle Bilder zu machen. Fiete ist bei den kalten Temperaturen besondern energiegeladen und dadurch manchmal gar nicht so einfach zu händeln. Aber dadurch ist es immer eine neue Herausforderung aus der ich immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen kann.

Fiete 06.01.2017-12Fiete 06.01.2017-19

Sehr untypisch für Januar begann ich mit einem regelmäßigen Lauftraining, welches mir im gesamten Jahr zu deutlich mehr körperlicher Fitness verholfen hat. Immer mit dabei meine zwei Wichte, denn Laufen kann man auch mit Kindern! Sie machten es sich im Croozer gemütlich und ließen sich durch die Gegend schieben.

Ende Januar machten wir dann noch ein spontanes, verlängertes Wochenende im Harz, um dort die schöne verschneite Landschaft zu genießen.

Im Februar plante ich den Abzeichenlehrgang im RV Horneburg durch, damit er dann schon bald im April starten konnte. Auch beschäftigte ich mich (neben dem regelmäßigen Lauftraining, Fiete und meinem „normalen“ Job) mit der Suche nach Pferdeanhängern und der Planung für meinen 30. Geburtstag. Ich wünschte mir so sehr einen eigenen Pferdeanhänger, um endlich unabhängig von anderen, mit Fiete überall hinfahren zu können. Bei der Suche nach Pferdeanhängern stellte ich schnell fest, dass gebrauchte Pferdeanhänger immer noch sehr teuer sind und entschied für mich, dass es dann für ein wenig mehr Geld lieber ein neuer Anhänger sein sollte. Ende Februar wurde ich dann noch zum ersten Mal Tante von dem kleinen Emil.

Der März startete mit einem Krankenhausaufenthalt für unseren Minimann um seine Nahrungsmittelallergie (Anaphylaxie) zu testen. Getestet wurden Erdnüsse und leider reagierte er darauf. An dem ersten Märzwochenende nahm ich an einem Dressurlehrgang in einem anderen Reitverein teil.

Am 6.März wurde ich 30 Jahre alt, dies wurde an dem folgenden Wochenende mit einer kleinen, aber feinen 90er Party gefeiert. Eine Woche später war es soweit ich fuhr zur Zulassungsstelle und durfte mich ab nun stolze Pferdeanhängerbesitzerin nennen.

Sina (meine allerbeste Reitbeteiligung) nutze die Zeit für einen Lehrgang bei Christina von Hello Horses , damit Fiete auch niemals langweilig wird! Mitte März folgte dann das zweite Dressurlehrgangswochende für mich. Denn ich wollte gut vorbereitet in die neue und unsere erste richtige Turniersaison starten. Ende März war es dann auch schon so weit und ich startete mit der besten Crew (meinem Mann + Sina) zu unserem ersten Turnier in Sieversen. Fiete 24.03.2017-6

Fiete war ein hochexplosive Kanonenkugel und ich ein nichteinwirkender Beifahrer. Sina starb bereits fast allein vom Zuschauen. Die Leute um uns herum nahmen viel Rücksicht und man sah uns an, dass wir keine Routiniers sind. Ich war trotzdem stolz, dass wir uns dort durchboxten und war einfach nur froh, dass wir den ersten Turnierstart unbeschadet überlebten. Die Wertnote war schlecht, aber für das,  was wir dort nicht zeigten, völlig gerechtfertigt. Fiete 24.03.2017-14Fiete 24.03.2017-11

Im April startete ich mit viel Familienzeit, weil mein Mann leider sehr viel arbeiten musste. Mein Reitabzeichenlehrgang begann und nun hieß es rund 30 Prüflinge gut auf ihre bevortsehende Abzeichenprüfung vorzubereiten.

Ich beschränke mich dabei aus zeitlichen Gründen auf die theoretische Vorbereitung und überlasse den praktischen Teil Mathilde Klausberger , diese Zusammenarbeit hat sich als erfolgreich herausgestellt und so konnten am Ende fast alle Teilnehmer überglücklich ihr Abzeichen in Empfang nehmen. Ich nutzte die Zeit für die Abzeichenvorbereitung ebenfalls dazu, die Kindergartengruppe meiner Tochter in die Welt der Pferde zu entführen.

Zwischen der ganzen Organisation fuhr ich erneut zu einem Turnier, auch dort waren wir eher wild und ohne Glanzleistung unterwegs. Aber auch dort sammelte ich wieder Erfahrung.

Am 20. April feierten wir Fietes sechsten Geburtstag und es entstanden tolle Fotos.

Das letzte Aprilwochenende stand dann wieder ein Turnier an, endlich begann ich Fiete zu reiten und dies wurde dann auch gleich mit einer 7,4 belohnt und bedeutete für uns den vierten Platz in einer A-Dressur, ich war den Tränen nahe und einfach nur unglaublich stolz. So richtig auskosten konnte ich die Platzierung nicht, denn es herrschte Stress, Minifräulein sollte an diesem Tag noch ihre allererste Führzügelklasse starten und wir hatten wenig Zeit, um Fiete wegzubringen und das Führzügelpony abzuholen. Ein unglaubliches Wochenende an das ich mich noch ewig erinnern werde!

Vielen Dank Sina und Mette für eure tolle Turnierbetreuung ❤ Ich hätte es ahnen sollen, nach so einem Höhepunkt folgt oft ein tiefer Fall.

Der Mai begann mit einem schönen Ausritt mit vielen Pferden aus unserem Reitverein. Es gab einen Sekt bei Sonnenschein, auf die erste Platzierung. Alles war perfekt, bis die Kinder eine dicke Erkältung einschleppten. Ein Husten quälte mich und nach einem starken Hustenanfall hatte ich plötzlich ein komisches Gefühl an meinem Bauchnabel. Ein Besuch in der Notaufnahme brachte Gewissheit, ich hatte einen Nabelbruch, der operiert werden musste.

Meine kleine Welt stürzte zusammen, die kommenden Turniere und die damit verbundene Turniersaisonplanung konnte ich streichen. Ich war so unendlich traurig, endlich war ich fit wie nie und hatte endlich das Gefühl mit Fiete voranzukommen. Sechs Wochen absolutes Reitverbot. Ein Glück hatte ich Sina, sie hatte nun für fast zwei Monate ein eigenes Pferd und ich musste erstmal wieder fit werden. Ein Highlight bescherte mir jedoch noch die DKB , denn ich durfte beim Hamburger Derby auf der DKB- Fanbank platz nehmen und einen einmalig schönen Tag verbringen. Eine kleine Wiedergutmachung nach all dem Ärger.

Im Juni herrschte also absolutes Reitverbot, ich schaute also zu wie Fiete geritten wurde und Sina bekam zum Glück auch tolle Unterstützung von unseren anderen Stallmitgliedern. Ich nutzte die Zeit für viele schöne Familienmomente. Nach sechs Wochen ohne Reiten schwang ich mich dann, nach guter Heilung, Ende Juni zurück in den Sattel, voller Tatendrang dort anzuknüpfen wo wir aufhören mussten. So konnte es mir keiner mehr nehmen am 30.06. endlich wieder aufs Turnier nach Wohlesbostel zu fahren. Ich hatte alles perfekt organisiert, aber es goss in Strömen. Ich ließ mich nicht abhalten, nicht nach all dem was passiert war. Ich wollte nun die Chance nutzen und mich zurückkämpfen. Es war alles matschig, Fiete völlig hysterisch wegen Matsch, zu viel Wasser und vieler bunter Regenschirme. Trotzdem konnte ich ihn während der Prüfung für mich gewinnen. Es folgte ein guter Ritt unter schwierigsten Bedingungen. Wir bekamen eine 7,2 und konnten damit die Prüfung für uns entscheiden. Die Siegerehrung erfolgte aufgrund des schlechten Wetters ohne Pferd im Kuchenzelt und vor lauter Stolz ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, meine Ehrenrunde zu Fuß zu galoppieren. Was für ein Erfolg nach dem vorangegangen Monat. Ich konnte mein Glück kaum fassen!

(Teil 2 des Jahresrückblickes folgt)

Prost Mahlzeit!

Nun ist es soweit, leider neigt sich unsere Futtertestzeit dem Ende. Vorweg möchte ich mich bei den Firmen e-horses , BayWa und Pegus bedanken. Es war für mich eine tolle Möglichkeit zu testen, welches Futter zu Fiete passt und vor allem, der bei Fiete ausschlaggebendste Punkt – ob er das Futter überhaupt frisst. Dabei wurden wir stets professionell begleitet. DANKESCHÖN!

Aber erst mal von Anfang an. Welche Fütterungsprobleme gibt es bei Fiete?

Fiete hat keinerlei gesundheitliche Einschränkungen, weshalb ich auf seine Fütterung Acht geben müsste. Es gibt zig verschiedene Meinungen über die Pferdefütterung und es ist nicht so einfach, dabei den Überblick zu behalten. Genau deshalb bin ich besonders dankbar über diese einmalige Möglichkeit.

Fakt ist, Fiete ist zu dünn und es ist gar nicht so einfach ihn optimal zu versorgen. Vielleicht liegt es aber auch ein bisschen an seinem Alter, mit zarten sechs Jahren, kommt das „breiter-werden“ vielleicht erst noch?!? Zumindest hoffe ich das sehr. Bei unserer anfänglichen Fütterung von Heu und Hafer, hatte ich durchaus Probleme. Wir stellten schnell fest, dass dies nicht das richtige Futter für den jungen, wilden Fiete ist. Ich konnte mit Fiete kaum noch was anfangen. Er war glotzig und völlig überdreht. An normales Training war kaum zu denken, da ich nur damit beschäftigt war, das Pferdkind zu beruhigen, wenn es vor lauter gruseligen Dingen als Ausweg nur noch den Turbogang (auch Fluchtinstinkt genannt) sieht. Schnell merkte ich, dass ich eine Fütterungsalternative brauche und landete bei einer haferfreien Müslifütterung.

Dann bekam ich die freudige Nachricht, dass Fiete & ich als Futtertester ausgewählt wurden.

Nachdem ich, durch Beantwortung eines Fragenkataloges, genau offenlegte – wie Fiete gefüttert wird, wie das tägliche Training gestaltet wird und welche Besonderheiten es gibt, bekam ich für Fiete das Pegus Natural Müsli zusammen mit den Luzernecobs empfohlen. Dies funktionierte anfangs auch ganz gut, bis mein kleiner Mäkelfritze beschloss, zuerst die Luzernecobs und später auch das Müsli zu verschmähen. Die Luzernecobs mischte ich dann ab dem Fressverweigerungszeitpunkt mit Mash und seitdem fraß der feine Herr das Futter ganz wunderbar. Ich möchte fast sagen: „Er liebte seine Mash-Luzernecobs-Mischung.“


Mit dem Ende der Weidesaison und dem Fellwechsel kam es wieder, unser Problemchen mit dem Kotwasser. Auch hier wurde ich hervorragend beraten und mit Mineralfutter versorgt. Meine größte Befürchtung, dass er dieses nicht fressen würde, bestätigte sich diesmal ein Glück nicht. Also gab es nun zusätzlich einmal täglich 115 g Mineralfutter. Jetzt schien endlich mal Ruhe einzukehren, aber es kam natürlich anders und mein Sorgenkind hatte nun auf einmal keine Lust mehr auf das Natural Müsli und verschmähte nun auch dieses. Also fütterte ich nun mehr Mash+Luzernecobs und weniger Natural Müsli. Ich war am Ende. Wie soll ich Futter testen, wenn Fiete sich ständig überlegt das Futter doch nicht mehr fressen zu wollen?!? Wieder sorgte man für eine Lösung und ich durfte nun das Pegus Classic testen. Und siehe da (noch) frisst Fiete es!

Über die Naturallinie kann ich berichten, dass es eine tolle Qualität hat. Das Futter riecht, wie eine frischgemähte Heuwiese. Selbst mein Mann und meine Kinder hätten am liebsten mal gekostet, weil gerade das Mash bei der Zubereitung ganz hervorragend duftet. Über das Pegus Classic kann ich leider kein wirkliches Ergebnis präsentieren, da wir es gerade erst ein paar Tage füttern.

Fiete hat über den Fütterungszeitraum ganz tolle „Futterflecken“ bekommen, was wohl ganz eindeutig für die Qualität von dem Pegusfutter steht.

So sieht Fietes Fell nach 5 Wochen Fütterung der Pegus Natural Line aus.

Besonders freue ich mich, dass wir sogar in dem Testzeittraum zwei Schleifen für das #teampegus in A-Dressuren sammeln konnte. Fiete war in dem gesamten Testzeitraum fit und es mangelte ihm nicht an Energie. Was mir gut gefiel, dass er etwas ausgeglichener schien, als bei der Fütterung mit unserem vorherigen Futtermittel.


Danke, dass wir den gesamten Testzeitraum einen so kompetenten Ansprechpartner an unserer Seite hatten. Gerade mit so einem „Schlechtfresser“ war der Testverlauf alles andere als einfach. Uns wurde stets freundlich geholfen und wir bekamen alle Möglichkeiten, damit Fiete ein paar Kilo mehr auf die Rippen bekommt!


~ Ein Pferd muss fressen, wo es angebunden wird! ~ türkisches Sprichwort

Ist mein Pferd magersüchtig?

Ich möchte behaupten, die Pferdefütterung ist fast genauso individuell, wie es jedes Pferd ist. Viele Vierbeiner haben Krankheiten, wie Cushing, Rehe oder Magengeschwüre. Zeit sich Gedanken über die Fütterung seines Vierbeiners zu machen. Ich persönlich stehe auf die „altbewährten“ Fütterungsmittel wie Heu, Hafer und Gerste und bin eigentlich kein großer Freund von irgendwelchen zusammengestampften Pellets. Durch Fiete musste ich lernen mich durch den Fütterungsjungle zu kämpfen und auch mit Alternativen vorlieb zu nehmen.

Gefühlt 100 verschiedene Marken, mit 1000 verschiedenen Produkten. Für das ganze Zusatzfutter wird man oft ordentlich zur Kasse gebeten und muss selbst herausfinden welche Produkte zu seinem Pferd passen. Fiete hat ein Glück keine gesundheitlichen Gründe, dass ich deshalb auf seine Fütterung Acht geben muss. Eher ist es das Handling, welches sich bei Fiete extrem durch die Fütterung beeinflussen lässt. Er bringt von sich aus, einen enormen Bewegungsdrang und immer ausreichend Energie mit. Er ist aber wiederum absolut meckelig was das Futter angeht und reagiert auch schnell mit Kotwasser, wenn er etwas nicht so gut verträgt. Zudem ist er eigentlich schon immer eher viel zu dünn als zu dick. Bei ihm etwas auf die Rippen zu bekommen, ist tatsächlich gar nicht so einfach.

Beim Training mit unserer wunderschönen Pegusschabracke.

Um so größer war die Freude, dass ich als Futtertesterin von Pegus ausgewählt wurde. Ich darf nun die kommenden drei Monate das Futter von Pegus Horse Feed testen.


Um das Futter individuell auf Fietes Bedürfnisse abzustimmen, bekam ich eine Mail mit vielen Fragen rund um Fietes Fütterung und seinen täglichen Bewegungsmöglichkeiten. Danach eine Empfehlung wie ich Fiete die kommenden drei Monate füttern soll und gleich anschließend die Lieferung der Futtersäcke. Fiete wird nun täglich mit 2kg (verteilt auf 2-3 Portionen) Müsli aus der Pegus Natural Linie und drei mal die Woche mit insgesamt 1 kg (im trockenen Zustand) Luzernecobs gefüttert, welche natürlich vor der Fütterung eingeweicht werden müssen. Das Müsli und auch die Luzernecobs verträgt Fiete ganz hervorragend. Das Müsli hat ein Merkmal welches ich besonders empfehlenswert finde, es kann bei Pferden mit Zahnproblemen oder hastig fressenden Pferden 20 Minuten vor der Fütterung in Wasser eingeweicht werden. Beides trifft bei Fiete nicht zu, ich habe es trotzdem bereits getestet und im eingeweichten Zustand frisst Fiete das Futter besser als im normalen Zustand.  Die Luzernecobs müssen vor der Fütterung ca. 25 Minuten quellen und werden dann gefüttert.


Ich füttere Fiete jetzt fast zwei Wochen mit dem Futter und habe das Gefühl er hat dabei schon ein klein wenig zugenommen. An Energie mangelt es ihm nicht und ansonsten konnte ich bisher keine fütterungsbedingten Veränderungen feststellen. Bin aber gespannt ob und was sich in der Testphase noch ergeben wird.

Vielen Dank an Pegus Horse Feed und ehorses.de , dass ich diese großartige Chance bekommen habe, neues Futter für meinen Fiete zu testen. Zudem gab es eine wunderschöne Schabracke, welche uns auf unseren aktuellen Turnierstarts begleitet. Und tatsächlich haben wir auch schon für das #teampegus die erste Schleife in einer A-Dressur gesammelt. Auf der Pegus – Facebookseite von Pegus wurde auch bereits eine kleinen Vorstellung über Fiete und mich gepostet.  Ich bin super dankbar aktuell so eine großartige Unterstützung zu erfahren.

Lederpflege

*** PRODUKTTEST ***


Jeder kennt es sicherlich, der teure Sattel, die teure Trense, das teure Auto mit seinen Ledersitzen. Man sagt sich: „Pflegen und hegen werde ich es, damit es mir lang erhalten bleibt!“ Aber ganz ehrlich – nach der ersten Euphorie verschwindet dieses lobenswerte Vorhaben im Dickicht des Alltages und mehr als ein schnelles „Drüberwischen“ bleibt bei mir oft nicht erhalten. Schade eigentlich! Ich hoffe, dass es beim ein oder anderen von euch besser läuft, als bei mir!

Wenn es dann mal soweit ist und ich mich ganz der Lederpflege verschreibe, stehe ich auf Produkte, die mir helfen mein Leder langlebiger und geschmeidiger zu machen und einfach in der Handhabung sind. Wegen meiner ständigen knapp bemessenen Zeit haben es mir kleine Alltagshelfer besonders angetan. Kleine Helferlein mit denen ich schnell und ohne großen Aufwand mal drüber wischen kann. Wie praktisch also, dass ich per Facebook von Bense & Eicke als Produkttesterin auserwählt wurde.

Testen durfte ich die Brilliantserie, bestehend aus Lederpflegetüchern, einer Ledercreme und einem Lederöl.

Besonders toll ist, dass ich die Produkte zum einen für mein Lederzeug beim Pferd und zum anderen für die Ledersitze in unserem Familienauto testen konnte. Gerade unser Auto bekommt viel zu wenig Pflege ab, obwohl es zum Transport von Pferd und Familie unverzichtbar ist. In unserem Auto habe ich alle drei Produkte einmal getestet.

Nach der Benutzung der Ledercreme wirkt das Leder dunkler und geschmeidiger.


Sehr praktisch fand ich hier das Lederpflegetuch. Es liegt jetzt immer im Auto bereit, falls sich mal wieder kleine Kindermatschschuhe an den Rückenlehnen der Vordersitze austoben. Mit einem Wisch sind alle Spuren dieser Übeltat bereinigt und gleichzeitig erhält das Leder noch eine Pflege.


Nachdem Sina diese schöne Tour durch die Pfütze gedreht hatte. Sah unser Sattelgurt so aus: 

Da gab es nur eine Lösung, das Brilliant Lederpflegetuch und zack war alles wieder sauber.

Die Anwendung des Tuches ist kinderleicht.
Der Unterschied kaum zu erkennen 😉

Auch hier habe ich zum direkten Vergleich ein Vorher-Nachher-Bild gemacht.

Als Fazit kann ich sagen, dass mich alle drei Produkte überzeugt haben. Auch ein von mir erwartetes, zu starkes rückfetten des Lederöls an den behandelten Sachen hat es ein Glück nicht gegeben.

Unsere Autositze sahen aus wie neu und freuen sich bestimmt schon auf die nächste Pflegeeinheit. Und auch unserem Sattelgurt tat die Pflegeeinheit sichtlich gut.

Vielen Dank liebes Bense & Eicke Team, dass ich eure Produkte testen durfte.

Der erste April 2017

Hach, was war das doch heute für ein wunderbarer Tag?  Für mich war es ein traumhafter Tag voller Familienglück. Das Leben mit Kindern ist nicht immer rosig, aber heute war ein Tag, nach dem ich einfach nur glücklich in mein Bett falle. 

Tagesstart

Für viele unvorstellbar, aber tatsächlich stehe ich fast jedes Wochenende kurz nach 5 Uhr auf, fahre in den Reitstall um Fiete zu reiten. So kann meine Familie noch ein wenig schlafen und bis der Trubel in unserem Haus so richtig beginnt, bin ich mit frischen Brötchen vom Bäcker zurück. 


Im Stall erwartet mich morgens immer ein dumpfes Gegrummel, weil alle Pferde auf ihr Heu warten. Meist füttere ich dann auch schnell allen ihre Morgenportion Heu. Bevor Fiete so früh mitarbeiten kann, muss er sich beim Aus-der-Box-holen erstmal genüsslich strecken. Wenn er sich mal nicht gestreckt hat, fordert er sein Dehnprogramm spätestens beim Hufeauskratzen ein. Die Reithalle haben wir morgens um 6 Uhr eigentlich immer für uns allein. 

Heute habe ich mir dann mal  meine Franklinbälle geschnappt und auch mal ein wenig rumprobiert. Erst unter den Oberschenkeln. Was im Schritt auch super war. Leider fingen sie dann, beim Lostraben sehr doll an, an dem Leder des Sattels zu quietschen, das fand Fiete natürlich gar nicht lustig. Ich beschloss also kurzerhand sie doch lieber unter den Achseln zu nutzen. Am beeindruckensten fand ich dabei, dass man tatsächlich viel deutlicher spürt wie man die Zügelhilfen gibt. Nachdem wir dann in der Halle ganz fleißig waren und ich mit Fiete heute sehr zufrieden war. Ging es eine Runde ins Gelände.

 Ich öffnete von Fiete aus das Hallentor und die Bande und schon waren wir frei. Hinein in einen milden, ersten Aprilmorgen. Auf einem kleinen Feldweg begann ich loszutraben. Fiete gab ordentlich Schub aus der Hinterhand. Ein Wahnsinnsgefühl, allerdings hört er mir dabei so gar nicht zu, sondern macht ganz selbstständig sein Ding. Um dies zu unterbinden, ritt ich gezielt Trab-Schritt-Übergänge, um mir seine Aufmerksamkeit zu holen und siehe da, nach dem dritten oder  vierten Durchparieren wurde es immer besser. Nach dieser gelungenen Aktion trödelten wir gemütlich zum Stall zurück. Glücklich und zufrieden stellte ich Fiete noch kurz auf einen Paddock, um ihm die Möglichkeit zum Wälzen zu geben.

Minifräulein auf Wolke Sieben

Vom Reitstall aus machte ich einen Zwischenstopp beim Bäcker, um frische Brötchen mitzubringen. Wir frühstückten zusammen, machten schnell ein wenig unseren Haushalt. Gegen 10 Uhr kam Minifräuleins Freund zu uns. Ich glaube sie ist fast schon etwas sehr verliebt in ihn. Sie will ständig mit ihm kuscheln und zur Krönung fragte sie ihn am Mittagstisch, ob er sie nicht heiraten wolle. 🙈🙊

Den Vormittag machte ich mich dann also mit drei Kindern auf den Weg. Unser Ziel: ein Bauernhof im Ort mit Hofladen. Dort wollten wir Eier und Kartoffeln für unser Mittag einkaufen. Auf dem Weg dorthin, kamen wir nur schleppend voran, da Minifräulein und ihr Freund eine Schnecke (genannt „Musterli“ oder „Schnecki“) bekümmern mussten. 

Auf dem Weg beobachteten wir dann noch das emsige Treiben auf einem Ameisenhaufen. 

Auf dem Hof angekommen begrüßten wir als erstes die Häschen.

Anschließend bewunderten wir die kleinen Kälbchen und ließen diese an unseren Findern nuckeln. ​

In solchen Momenten bin ich so glücklich, dass wir auf dem Land leben und wir die Möglichkeit haben, jederzeit am Landleben teilzunehmen. Nachdem wir im Hofladen Kartoffeln und Eier gekauft hatten, machten wir uns auf den Heimweg. Nach dem Mittagessen wurde Minifräuleins Freund abgeholt und wir machten einen schönen Mittagsschlaf, während sich der Papa auf den Weg zur Arbeit machte.

Eine Überraschung im Garten

Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf zog es uns dann nochmal hinaus in unseren Garten. Als ich gerade etwas wegräumen wollte, hörte ich auf einmal komische Klacker-Fauch-Geräusche. Mir war klar, dass sie von irgendeinem Tier stammen müssen. Wir verhielten uns ganz leise und tatsächlich konnten wir orten woher die Geräusche kamen. Dort wo sie herkamen bewegte sich das Laub immer etwas. Ganz vorsichtig versuchte ich mit einer Harke etwas Laub wegzunehmen. Die Kinder waren sehr gespannt und wichen mir nicht mehr von der Seite. 

Wir entdeckten das Stachelkleid eines Igels. Das Minifräulein war überglücklich und wir beschlossen dem Igel etwas Katzenfutter zu kaufen. Jeden den wir auf dem Weg trafen, erzählte Minifräulein, dass wir nun einen Igel als Gartentier haben. 

Zu guter Letzt konnten wir auch noch entdecken, dass unsere Tomatensamen, die wir letzte Woche gepflanzt hatten nun zu kleinen Treiblingen geworden sind. 

Welch einen schönen Tag, mit der vollen Faszination der Natur, wir heute erleben durften. So kann ich glücklich und zufrieden in mein Bett fallen und hoffen, dass die Kinder bis 8 Uhr schlafen (Wunschvorstellung) Ich hoffe ihr hattet auch alle so einen milden und wunderbaren Start in den Monat April!?! 

vertraut mir mein Pferd?

Unsere Welt dreht sich immer schneller, die Technik ersetzt immer mehr die Arbeit von Menschenhand. Auch im Reitsport dreht sich die Welt immer schneller. Hengste werden schnell noch von der Weide eingefangen, bekommen dann den Kulturschock ihres Lebens. Eben galoppierten sie noch in einer großen Gemeinschaft als „freier Vogel“ über eine große,weite Weide. Nun sind sie gefangen, eingesperrt in einer kleinen Box, entfernt von allen Freunden, die bisher ihr Leben bestimmten. Die Körung steht an und bis dahin ist nicht mehr viel Zeit. Im Hau-Ruck-Verfahren muss dieser junge Pferdekopf alles verarbeiten, was da auf ihn einprasselt. Fremde Geräusche, Gerüche, neue zweibeinige Wesen, die irgendwelche komischen Dinge verlangen und vieles mehr. Zeit ist Geld, auch im Pferdesport. Jeder zusätzlich Monat Beritt ist eine zusätzliche Kostenlast. Ist es richtig, dass dieses noch gar nicht gefestigte Wesen sich nun mit Artgenossen in einem Auswahlverfahren messen muss? Beurteilt wird nach Kriterien die für die Zucht wertvoll sein sollen, obwohl man das doch bei einem Pferd nach maximal sechs Monaten in Menschenhand wohl schwer einschätzen kann.

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Da lande ich bei uns in Niedersachsen, kurz vor Hamburg, in einem kleinen Stall mit acht Pferden. Bei uns ist es ruhig. Wir betreiben das Reiten als Hobby, neben unseren Berufen. Wir müssen also kein Geld mit den Pferden verdienen, sondern wünschen uns einen Partner, der uns ein Leben lang begleitet. Ich habe es also bei Fiete anders gemacht, habe mir Zeit genommen für meinen Traum vom eigenen Pferd. Von dem Traum ein Pferd beim Aufwachsen zu begleiten. Immer zu wissen was er so erlebt hat, um vielleicht mal besser einschätzen zu können, wann er wie reagiert.

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Seitdem Fiete bei uns mit einem Alter von sechs Monaten einzog übten wir. Wir  übten Hufegeben und Auskratzen. Die ersten Male war das natürlich auch nicht ganz einfach. Fiete zappelte, ich durfte nicht loslassen. Erstmal nur den Huf kurz anheben, nur lernen, dass ich nichts böses von ihm möchte. Lernen sein Gleichgewicht zu halten, auf den übrigen drei Beinen. Heute klappt das im Schlaf, ich tippe das Bein nur kurz an und schon hebt er bereitwillig seinen Huf. Damals war es aufregend, nicht immer einfach gerade die hinteren Hufe festzuhalten, auch wenn er wild zappelt. Ein Glück hatte ich oft Hilfe durch die Stallbesitzer. Auch übten wir schon das Führen, gingen mit ihm bereits als Fohlen spazieren. Auch so ein kleiner Wildfang muss verstehen, dass er sich zu benehmen hat an meiner Hand. Natürlich bockte und stieg er auch mal an der Hand. Jedoch hatte ich das Gefühl die Sache schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen, denn noch war Fiete für mich händelbar, hatte sein heutiges Gewicht von 500 – 600 kg noch lange nicht erreicht. Würde er diese Dinge heute an meiner Hand ausprobieren hätte ich wohl kaum eine Chance.

01267b3265a54c8ede09ae8fb5e1f57e05d9249b6dFiete lernte schon von Anfang an Respekt und Vertrauen. Aus meiner Sicht ein Zusammenspiel, welches extrem wichtig ist für den weiteren Verlauf der Ausbildung. Ein Beispiel möchte ich euch noch erzählen. Als Fiete damals zu uns kam, kannte er ja nun den Herdenverband,in dem er bis dahin mit seiner Mutter gelebt hatte. Als ich ihn damals kraulte, wollte er mir auch etwas Gutes tun und fing an mich liebevoll zu beißen. So wie Pferdefreunde das halt untereinander machen. Da ich aber nun mal kein Artgenosse bin und man das als Mensch nicht sehr angenehm empfindet, musste er lernen anders zu genießen. Heute tut er das in dem er seine Oberlippe spitzt.

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Der Grad zwischen Respekt und Vertrauen ist oft nicht besonders einfach. Ich kann auch nicht sagen ob ich in allen Situationen und zu jeder Zeit richtig regiere/ richtig reagiert habe. Aber ich glaube wir sind auf einem guten Weg! Diese Erkenntnis kam mir gestern, als ich Fiete an der Reithallentür parkte, auf ihm sitzend den Reißverschluß meiner Weste öffnete, die Weste auszog und sie an den Haken an der Reithallentür aufhängte. Für viele alte Hasen und von sich aus gelassene Pferde kein Problem, für mich ein riesen Erfolg. Da Fiete schnell explosiv reagiert, wenn er vor etwas Angst hat. Aber er stand da, war gelassen und reagierte so, als ob wir das bereits 1000 mal geübt hätten. Ein Zeichen, dass es mit dem Vertrauen zwischen uns wohl nicht ganz so schlecht steht.

 

Bildrechte: @powell83

Hufglockentest

Hallo ihr Lieben, 

heute will ich euch bei der Qual der Wahl etwas helfen. Viele kennen das Problem sicherlich, Pferd tobt draußen mit seinen Pferdefreunden, dann macht es klirr-bumm und wieder ist ein Hufeisen ab. Wieder die Nagellöcher eingerissen, wieder den Hufschmied bestellt um ein neues Eisen dran zu machen. Genauso erging es mir letzten Winter. Was also tun? 

Lösung: Fiete bekommt Hufglocken um. Da sie bei uns nicht täglich abgemacht werden können, braucht er auf jeden Fall welche die nicht scheuern, also welche mit Lammfell. 

Nun ging es los, es gibt so viele Anbieter, dass es gar nicht so einfach war sich zu entscheiden. Ich kaufte welche von BR, Waldhausen und Eskadron. Preisspanne von ca. 30 € bis 49€ 

Produktfotos der jeweiligen Firmen
Nun ging es los, Fiete wieder raus und schauen was die Hufglocken so taugen. Die günstigeren von BR und Waldhausen schafften es leider nicht mal eine Woche. 😦 Bei beiden ist das Lammfell nicht gut vernäht und löste sich bereits nach zwei Tagen ab! 


Bei den Glocken von BR war es sogar noch so, dass die obere Schicht komplett einriss. Die einzigen Hufglocken die meinen Langzeittest bestanden haben sind die von Eskadron. 

Ich habe beide Firmen (BR und Waldhausen) auf die, aus meiner Sicht, mangelnde Qualität hingewiesen. Und dorthin geschrieben, dass die Vernähung des Lammfelles schlecht ist. Beide schickten mir relativ unkompliziert Ersatzhufglocken. Um mein eigentliches Anliegen, die Qualität der Produkte zu bemängeln und vielleicht in Zukunft etwas besser zu machen. Wurde leider nicht wirklich eingegangen. Bei Waldhausen hatte ich noch eher das Gefühl, mit meinem Anliegen Ernst genommen zu werden. Bei BR war der Kundenservice eine große Katastrophe! 

Fazit: Wenn ihr gute, langlebige Hufglocken für eure Pferde sucht, kann ich euch aufgrund meiner Erfahrung nur die Hufglocken von Eskadron empfehlen. Sie sind zwar die teuersten, aber dafür ist die Qualität wirklich ausgezeichnet.