Produkttest – Le Mieux Lammfellpad

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Bei der Sache mit dem Pad unter dem Sattel scheiden sich die Geister. „Ein Sattel muss auch ohne Pad richtig sitzen“ genauso habe ich es vor Fiete immer gesehen, ich war kein Freund davon viel Zeug unter dem Sattel zu haben.

Dann war es jedoch soweit Fiete bekam mit 4 Jahren seinen ersten eigenen Sattel. Er war schon immer ein sehr schmales Pferd, welches eher untergewichtig ist. Bedeutet er ist auch eher knochig und gerade die Rückenmuskulatur könnte stärker ausgeprägt sein. Darum riet mir der Sattler meines Vertrauens dieses Jungpferd auf jeden Fall mit einem Lammfellpad zu reiten. Er begründete dies mit dem Satz „So hat er mehr Platz und sie können ihm die Chance geben mehr Rückenmuskulatur aufzubauen.“ Und wenn ich mir nun vorstelle ich müsste dieses schwere Lederding auf meinem Rücken dulden wäre ich bestimmt auch ganz angetan von einem weichen Pad, welches bestimmt auch einiges abfedert. Dazu möchte ich noch sagen, dass der Sattel Fiete auch ohne Pad super passt und mein Sattel auch immer ohne Pad angepasst wird. Es soll also nicht dazu dienen irgendetwas aufzufüllen oder auszugleichen, sondern es soll das Satteltragen einfach angenehmer gestalten und die Möglichkeit bieten Rückenmuskulatur aufzubauen.

Ein Pad wie jedes Andere?!?

Als ich erfuhr, dass ich als Produkttester von epplejeck ausgewählt wurde war die Freude natürlich riesengroß. Ein paar Tage später trudelte auch das Paket mit vielen kleinen Überraschungen bei uns ein.

Das Lammfellpad hat für mich zwei große Unterschiede zu dem Pad, welches ich sonst immer genutzt habe. Zu einem hat es einen fellfreien Wirbelsäulenkanal und es verfügt über zwei kleine Schlitze durch die man die Satteldecke/Schabracke ziehen kann.

Der Wirbelsäulenkanal ist natürlich genial, denn Lammfell soll ja dort liegen, wo sich Muskulatur befindet und dort aufliegen, wo auch der Sattel aufliegt. Die zwei kleinen Schlitze haben sich als ganz großartig herausgestellt, denn ich hatte ein paar Schabracken welche mir immer wieder unter dem Sattel weggetaucht sind auch wenn ich sehr darauf geachtet habe sie mit dem Satteln und dem Nachgurten auszukammern, sind mir bestimmte Decken immer wieder runtergerutscht, so dass ich sie letztlich nicht mehr wirklich nutzen wollte. Durch die Schlitze im Pad kann man die Klettstrippen ziehen und siehe da, die Schabracken rutschen nicht mehr weg. Eine geniale Idee und sehr praktisch. Im Alltagstest bleibt das Lammfell schön fluffig, selbst bei den äußerst warmen Temperaturen und dem damit verbunden vermehrten schwitzen kann dem Fell nichts anhaben.

Fazit: Ein schönes Lammfellpad, welches ich einfach nur weiterempfehlen kann.

Jahresrückblick Teil 1

Ein Jahr geht und ein Neues steht ganz frisch vor mir. Für mich bedeutet ein Jahreswechsel keine große Veränderung, aber ich mag es, diesen besonderen Zeitpunkt zu nutzen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, sich auf das neue Unbekannte einzulassen und freue mich auf alle Überraschungen, die das neue Jahr mit sich bringen wird.

Es war viel los im vergangen Jahr und ich versuche euch einen kleinen Überblick von dem zu geben, was mich beschäftigt hat. Ich versuche mich auch kurz zu fassen.

Das war 2017

Der Januar startete sehr eisig und dennoch nutzen wir einen dieser kalten, aber schönen Tage, um ein paar tolle Bilder zu machen. Fiete ist bei den kalten Temperaturen besondern energiegeladen und dadurch manchmal gar nicht so einfach zu händeln. Aber dadurch ist es immer eine neue Herausforderung aus der ich immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen kann.

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Sehr untypisch für Januar begann ich mit einem regelmäßigen Lauftraining, welches mir im gesamten Jahr zu deutlich mehr körperlicher Fitness verholfen hat. Immer mit dabei meine zwei Wichte, denn Laufen kann man auch mit Kindern! Sie machten es sich im Croozer gemütlich und ließen sich durch die Gegend schieben.

Ende Januar machten wir dann noch ein spontanes, verlängertes Wochenende im Harz, um dort die schöne verschneite Landschaft zu genießen.

Im Februar plante ich den Abzeichenlehrgang im RV Horneburg durch, damit er dann schon bald im April starten konnte. Auch beschäftigte ich mich (neben dem regelmäßigen Lauftraining, Fiete und meinem „normalen“ Job) mit der Suche nach Pferdeanhängern und der Planung für meinen 30. Geburtstag. Ich wünschte mir so sehr einen eigenen Pferdeanhänger, um endlich unabhängig von anderen, mit Fiete überall hinfahren zu können. Bei der Suche nach Pferdeanhängern stellte ich schnell fest, dass gebrauchte Pferdeanhänger immer noch sehr teuer sind und entschied für mich, dass es dann für ein wenig mehr Geld lieber ein neuer Anhänger sein sollte. Ende Februar wurde ich dann noch zum ersten Mal Tante von dem kleinen Emil.

Der März startete mit einem Krankenhausaufenthalt für unseren Minimann um seine Nahrungsmittelallergie (Anaphylaxie) zu testen. Getestet wurden Erdnüsse und leider reagierte er darauf. An dem ersten Märzwochenende nahm ich an einem Dressurlehrgang in einem anderen Reitverein teil.

Am 6.März wurde ich 30 Jahre alt, dies wurde an dem folgenden Wochenende mit einer kleinen, aber feinen 90er Party gefeiert. Eine Woche später war es soweit ich fuhr zur Zulassungsstelle und durfte mich ab nun stolze Pferdeanhängerbesitzerin nennen.

Sina (meine allerbeste Reitbeteiligung) nutze die Zeit für einen Lehrgang bei Christina von Hello Horses , damit Fiete auch niemals langweilig wird! Mitte März folgte dann das zweite Dressurlehrgangswochende für mich. Denn ich wollte gut vorbereitet in die neue und unsere erste richtige Turniersaison starten. Ende März war es dann auch schon so weit und ich startete mit der besten Crew (meinem Mann + Sina) zu unserem ersten Turnier in Sieversen. Fiete 24.03.2017-6

Fiete war ein hochexplosive Kanonenkugel und ich ein nichteinwirkender Beifahrer. Sina starb bereits fast allein vom Zuschauen. Die Leute um uns herum nahmen viel Rücksicht und man sah uns an, dass wir keine Routiniers sind. Ich war trotzdem stolz, dass wir uns dort durchboxten und war einfach nur froh, dass wir den ersten Turnierstart unbeschadet überlebten. Die Wertnote war schlecht, aber für das,  was wir dort nicht zeigten, völlig gerechtfertigt. Fiete 24.03.2017-14Fiete 24.03.2017-11

Im April startete ich mit viel Familienzeit, weil mein Mann leider sehr viel arbeiten musste. Mein Reitabzeichenlehrgang begann und nun hieß es rund 30 Prüflinge gut auf ihre bevortsehende Abzeichenprüfung vorzubereiten.

Ich beschränke mich dabei aus zeitlichen Gründen auf die theoretische Vorbereitung und überlasse den praktischen Teil Mathilde Klausberger , diese Zusammenarbeit hat sich als erfolgreich herausgestellt und so konnten am Ende fast alle Teilnehmer überglücklich ihr Abzeichen in Empfang nehmen. Ich nutzte die Zeit für die Abzeichenvorbereitung ebenfalls dazu, die Kindergartengruppe meiner Tochter in die Welt der Pferde zu entführen.

Zwischen der ganzen Organisation fuhr ich erneut zu einem Turnier, auch dort waren wir eher wild und ohne Glanzleistung unterwegs. Aber auch dort sammelte ich wieder Erfahrung.

Am 20. April feierten wir Fietes sechsten Geburtstag und es entstanden tolle Fotos.

Das letzte Aprilwochenende stand dann wieder ein Turnier an, endlich begann ich Fiete zu reiten und dies wurde dann auch gleich mit einer 7,4 belohnt und bedeutete für uns den vierten Platz in einer A-Dressur, ich war den Tränen nahe und einfach nur unglaublich stolz. So richtig auskosten konnte ich die Platzierung nicht, denn es herrschte Stress, Minifräulein sollte an diesem Tag noch ihre allererste Führzügelklasse starten und wir hatten wenig Zeit, um Fiete wegzubringen und das Führzügelpony abzuholen. Ein unglaubliches Wochenende an das ich mich noch ewig erinnern werde!

Vielen Dank Sina und Mette für eure tolle Turnierbetreuung ❤ Ich hätte es ahnen sollen, nach so einem Höhepunkt folgt oft ein tiefer Fall.

Der Mai begann mit einem schönen Ausritt mit vielen Pferden aus unserem Reitverein. Es gab einen Sekt bei Sonnenschein, auf die erste Platzierung. Alles war perfekt, bis die Kinder eine dicke Erkältung einschleppten. Ein Husten quälte mich und nach einem starken Hustenanfall hatte ich plötzlich ein komisches Gefühl an meinem Bauchnabel. Ein Besuch in der Notaufnahme brachte Gewissheit, ich hatte einen Nabelbruch, der operiert werden musste.

Meine kleine Welt stürzte zusammen, die kommenden Turniere und die damit verbundene Turniersaisonplanung konnte ich streichen. Ich war so unendlich traurig, endlich war ich fit wie nie und hatte endlich das Gefühl mit Fiete voranzukommen. Sechs Wochen absolutes Reitverbot. Ein Glück hatte ich Sina, sie hatte nun für fast zwei Monate ein eigenes Pferd und ich musste erstmal wieder fit werden. Ein Highlight bescherte mir jedoch noch die DKB , denn ich durfte beim Hamburger Derby auf der DKB- Fanbank platz nehmen und einen einmalig schönen Tag verbringen. Eine kleine Wiedergutmachung nach all dem Ärger.

Im Juni herrschte also absolutes Reitverbot, ich schaute also zu wie Fiete geritten wurde und Sina bekam zum Glück auch tolle Unterstützung von unseren anderen Stallmitgliedern. Ich nutzte die Zeit für viele schöne Familienmomente. Nach sechs Wochen ohne Reiten schwang ich mich dann, nach guter Heilung, Ende Juni zurück in den Sattel, voller Tatendrang dort anzuknüpfen wo wir aufhören mussten. So konnte es mir keiner mehr nehmen am 30.06. endlich wieder aufs Turnier nach Wohlesbostel zu fahren. Ich hatte alles perfekt organisiert, aber es goss in Strömen. Ich ließ mich nicht abhalten, nicht nach all dem was passiert war. Ich wollte nun die Chance nutzen und mich zurückkämpfen. Es war alles matschig, Fiete völlig hysterisch wegen Matsch, zu viel Wasser und vieler bunter Regenschirme. Trotzdem konnte ich ihn während der Prüfung für mich gewinnen. Es folgte ein guter Ritt unter schwierigsten Bedingungen. Wir bekamen eine 7,2 und konnten damit die Prüfung für uns entscheiden. Die Siegerehrung erfolgte aufgrund des schlechten Wetters ohne Pferd im Kuchenzelt und vor lauter Stolz ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, meine Ehrenrunde zu Fuß zu galoppieren. Was für ein Erfolg nach dem vorangegangen Monat. Ich konnte mein Glück kaum fassen!

(Teil 2 des Jahresrückblickes folgt)

Prost Mahlzeit!

Nun ist es soweit, leider neigt sich unsere Futtertestzeit dem Ende. Vorweg möchte ich mich bei den Firmen e-horses , BayWa und Pegus bedanken. Es war für mich eine tolle Möglichkeit zu testen, welches Futter zu Fiete passt und vor allem, der bei Fiete ausschlaggebendste Punkt – ob er das Futter überhaupt frisst. Dabei wurden wir stets professionell begleitet. DANKESCHÖN!

Aber erst mal von Anfang an. Welche Fütterungsprobleme gibt es bei Fiete?

Fiete hat keinerlei gesundheitliche Einschränkungen, weshalb ich auf seine Fütterung Acht geben müsste. Es gibt zig verschiedene Meinungen über die Pferdefütterung und es ist nicht so einfach, dabei den Überblick zu behalten. Genau deshalb bin ich besonders dankbar über diese einmalige Möglichkeit.

Fakt ist, Fiete ist zu dünn und es ist gar nicht so einfach ihn optimal zu versorgen. Vielleicht liegt es aber auch ein bisschen an seinem Alter, mit zarten sechs Jahren, kommt das „breiter-werden“ vielleicht erst noch?!? Zumindest hoffe ich das sehr. Bei unserer anfänglichen Fütterung von Heu und Hafer, hatte ich durchaus Probleme. Wir stellten schnell fest, dass dies nicht das richtige Futter für den jungen, wilden Fiete ist. Ich konnte mit Fiete kaum noch was anfangen. Er war glotzig und völlig überdreht. An normales Training war kaum zu denken, da ich nur damit beschäftigt war, das Pferdkind zu beruhigen, wenn es vor lauter gruseligen Dingen als Ausweg nur noch den Turbogang (auch Fluchtinstinkt genannt) sieht. Schnell merkte ich, dass ich eine Fütterungsalternative brauche und landete bei einer haferfreien Müslifütterung.

Dann bekam ich die freudige Nachricht, dass Fiete & ich als Futtertester ausgewählt wurden.

Nachdem ich, durch Beantwortung eines Fragenkataloges, genau offenlegte – wie Fiete gefüttert wird, wie das tägliche Training gestaltet wird und welche Besonderheiten es gibt, bekam ich für Fiete das Pegus Natural Müsli zusammen mit den Luzernecobs empfohlen. Dies funktionierte anfangs auch ganz gut, bis mein kleiner Mäkelfritze beschloss, zuerst die Luzernecobs und später auch das Müsli zu verschmähen. Die Luzernecobs mischte ich dann ab dem Fressverweigerungszeitpunkt mit Mash und seitdem fraß der feine Herr das Futter ganz wunderbar. Ich möchte fast sagen: „Er liebte seine Mash-Luzernecobs-Mischung.“


Mit dem Ende der Weidesaison und dem Fellwechsel kam es wieder, unser Problemchen mit dem Kotwasser. Auch hier wurde ich hervorragend beraten und mit Mineralfutter versorgt. Meine größte Befürchtung, dass er dieses nicht fressen würde, bestätigte sich diesmal ein Glück nicht. Also gab es nun zusätzlich einmal täglich 115 g Mineralfutter. Jetzt schien endlich mal Ruhe einzukehren, aber es kam natürlich anders und mein Sorgenkind hatte nun auf einmal keine Lust mehr auf das Natural Müsli und verschmähte nun auch dieses. Also fütterte ich nun mehr Mash+Luzernecobs und weniger Natural Müsli. Ich war am Ende. Wie soll ich Futter testen, wenn Fiete sich ständig überlegt das Futter doch nicht mehr fressen zu wollen?!? Wieder sorgte man für eine Lösung und ich durfte nun das Pegus Classic testen. Und siehe da (noch) frisst Fiete es!

Über die Naturallinie kann ich berichten, dass es eine tolle Qualität hat. Das Futter riecht, wie eine frischgemähte Heuwiese. Selbst mein Mann und meine Kinder hätten am liebsten mal gekostet, weil gerade das Mash bei der Zubereitung ganz hervorragend duftet. Über das Pegus Classic kann ich leider kein wirkliches Ergebnis präsentieren, da wir es gerade erst ein paar Tage füttern.

Fiete hat über den Fütterungszeitraum ganz tolle „Futterflecken“ bekommen, was wohl ganz eindeutig für die Qualität von dem Pegusfutter steht.

So sieht Fietes Fell nach 5 Wochen Fütterung der Pegus Natural Line aus.

Besonders freue ich mich, dass wir sogar in dem Testzeittraum zwei Schleifen für das #teampegus in A-Dressuren sammeln konnte. Fiete war in dem gesamten Testzeitraum fit und es mangelte ihm nicht an Energie. Was mir gut gefiel, dass er etwas ausgeglichener schien, als bei der Fütterung mit unserem vorherigen Futtermittel.


Danke, dass wir den gesamten Testzeitraum einen so kompetenten Ansprechpartner an unserer Seite hatten. Gerade mit so einem „Schlechtfresser“ war der Testverlauf alles andere als einfach. Uns wurde stets freundlich geholfen und wir bekamen alle Möglichkeiten, damit Fiete ein paar Kilo mehr auf die Rippen bekommt!


~ Ein Pferd muss fressen, wo es angebunden wird! ~ türkisches Sprichwort

Ist mein Pferd magersüchtig?

Ich möchte behaupten, die Pferdefütterung ist fast genauso individuell, wie es jedes Pferd ist. Viele Vierbeiner haben Krankheiten, wie Cushing, Rehe oder Magengeschwüre. Zeit sich Gedanken über die Fütterung seines Vierbeiners zu machen. Ich persönlich stehe auf die „altbewährten“ Fütterungsmittel wie Heu, Hafer und Gerste und bin eigentlich kein großer Freund von irgendwelchen zusammengestampften Pellets. Durch Fiete musste ich lernen mich durch den Fütterungsjungle zu kämpfen und auch mit Alternativen vorlieb zu nehmen.

Gefühlt 100 verschiedene Marken, mit 1000 verschiedenen Produkten. Für das ganze Zusatzfutter wird man oft ordentlich zur Kasse gebeten und muss selbst herausfinden welche Produkte zu seinem Pferd passen. Fiete hat ein Glück keine gesundheitlichen Gründe, dass ich deshalb auf seine Fütterung Acht geben muss. Eher ist es das Handling, welches sich bei Fiete extrem durch die Fütterung beeinflussen lässt. Er bringt von sich aus, einen enormen Bewegungsdrang und immer ausreichend Energie mit. Er ist aber wiederum absolut meckelig was das Futter angeht und reagiert auch schnell mit Kotwasser, wenn er etwas nicht so gut verträgt. Zudem ist er eigentlich schon immer eher viel zu dünn als zu dick. Bei ihm etwas auf die Rippen zu bekommen, ist tatsächlich gar nicht so einfach.

Beim Training mit unserer wunderschönen Pegusschabracke.

Um so größer war die Freude, dass ich als Futtertesterin von Pegus ausgewählt wurde. Ich darf nun die kommenden drei Monate das Futter von Pegus Horse Feed testen.


Um das Futter individuell auf Fietes Bedürfnisse abzustimmen, bekam ich eine Mail mit vielen Fragen rund um Fietes Fütterung und seinen täglichen Bewegungsmöglichkeiten. Danach eine Empfehlung wie ich Fiete die kommenden drei Monate füttern soll und gleich anschließend die Lieferung der Futtersäcke. Fiete wird nun täglich mit 2kg (verteilt auf 2-3 Portionen) Müsli aus der Pegus Natural Linie und drei mal die Woche mit insgesamt 1 kg (im trockenen Zustand) Luzernecobs gefüttert, welche natürlich vor der Fütterung eingeweicht werden müssen. Das Müsli und auch die Luzernecobs verträgt Fiete ganz hervorragend. Das Müsli hat ein Merkmal welches ich besonders empfehlenswert finde, es kann bei Pferden mit Zahnproblemen oder hastig fressenden Pferden 20 Minuten vor der Fütterung in Wasser eingeweicht werden. Beides trifft bei Fiete nicht zu, ich habe es trotzdem bereits getestet und im eingeweichten Zustand frisst Fiete das Futter besser als im normalen Zustand.  Die Luzernecobs müssen vor der Fütterung ca. 25 Minuten quellen und werden dann gefüttert.


Ich füttere Fiete jetzt fast zwei Wochen mit dem Futter und habe das Gefühl er hat dabei schon ein klein wenig zugenommen. An Energie mangelt es ihm nicht und ansonsten konnte ich bisher keine fütterungsbedingten Veränderungen feststellen. Bin aber gespannt ob und was sich in der Testphase noch ergeben wird.

Vielen Dank an Pegus Horse Feed und ehorses.de , dass ich diese großartige Chance bekommen habe, neues Futter für meinen Fiete zu testen. Zudem gab es eine wunderschöne Schabracke, welche uns auf unseren aktuellen Turnierstarts begleitet. Und tatsächlich haben wir auch schon für das #teampegus die erste Schleife in einer A-Dressur gesammelt. Auf der Pegus – Facebookseite von Pegus wurde auch bereits eine kleinen Vorstellung über Fiete und mich gepostet.  Ich bin super dankbar aktuell so eine großartige Unterstützung zu erfahren.

Lederpflege

*** PRODUKTTEST ***


Jeder kennt es sicherlich, der teure Sattel, die teure Trense, das teure Auto mit seinen Ledersitzen. Man sagt sich: „Pflegen und hegen werde ich es, damit es mir lang erhalten bleibt!“ Aber ganz ehrlich – nach der ersten Euphorie verschwindet dieses lobenswerte Vorhaben im Dickicht des Alltages und mehr als ein schnelles „Drüberwischen“ bleibt bei mir oft nicht erhalten. Schade eigentlich! Ich hoffe, dass es beim ein oder anderen von euch besser läuft, als bei mir!

Wenn es dann mal soweit ist und ich mich ganz der Lederpflege verschreibe, stehe ich auf Produkte, die mir helfen mein Leder langlebiger und geschmeidiger zu machen und einfach in der Handhabung sind. Wegen meiner ständigen knapp bemessenen Zeit haben es mir kleine Alltagshelfer besonders angetan. Kleine Helferlein mit denen ich schnell und ohne großen Aufwand mal drüber wischen kann. Wie praktisch also, dass ich per Facebook von Bense & Eicke als Produkttesterin auserwählt wurde.

Testen durfte ich die Brilliantserie, bestehend aus Lederpflegetüchern, einer Ledercreme und einem Lederöl.

Besonders toll ist, dass ich die Produkte zum einen für mein Lederzeug beim Pferd und zum anderen für die Ledersitze in unserem Familienauto testen konnte. Gerade unser Auto bekommt viel zu wenig Pflege ab, obwohl es zum Transport von Pferd und Familie unverzichtbar ist. In unserem Auto habe ich alle drei Produkte einmal getestet.

Nach der Benutzung der Ledercreme wirkt das Leder dunkler und geschmeidiger.


Sehr praktisch fand ich hier das Lederpflegetuch. Es liegt jetzt immer im Auto bereit, falls sich mal wieder kleine Kindermatschschuhe an den Rückenlehnen der Vordersitze austoben. Mit einem Wisch sind alle Spuren dieser Übeltat bereinigt und gleichzeitig erhält das Leder noch eine Pflege.


Nachdem Sina diese schöne Tour durch die Pfütze gedreht hatte. Sah unser Sattelgurt so aus: 

Da gab es nur eine Lösung, das Brilliant Lederpflegetuch und zack war alles wieder sauber.

Die Anwendung des Tuches ist kinderleicht.
Der Unterschied kaum zu erkennen 😉

Auch hier habe ich zum direkten Vergleich ein Vorher-Nachher-Bild gemacht.

Als Fazit kann ich sagen, dass mich alle drei Produkte überzeugt haben. Auch ein von mir erwartetes, zu starkes rückfetten des Lederöls an den behandelten Sachen hat es ein Glück nicht gegeben.

Unsere Autositze sahen aus wie neu und freuen sich bestimmt schon auf die nächste Pflegeeinheit. Und auch unserem Sattelgurt tat die Pflegeeinheit sichtlich gut.

Vielen Dank liebes Bense & Eicke Team, dass ich eure Produkte testen durfte.

Der erste April 2017

Hach, was war das doch heute für ein wunderbarer Tag?  Für mich war es ein traumhafter Tag voller Familienglück. Das Leben mit Kindern ist nicht immer rosig, aber heute war ein Tag, nach dem ich einfach nur glücklich in mein Bett falle. 

Tagesstart

Für viele unvorstellbar, aber tatsächlich stehe ich fast jedes Wochenende kurz nach 5 Uhr auf, fahre in den Reitstall um Fiete zu reiten. So kann meine Familie noch ein wenig schlafen und bis der Trubel in unserem Haus so richtig beginnt, bin ich mit frischen Brötchen vom Bäcker zurück. 


Im Stall erwartet mich morgens immer ein dumpfes Gegrummel, weil alle Pferde auf ihr Heu warten. Meist füttere ich dann auch schnell allen ihre Morgenportion Heu. Bevor Fiete so früh mitarbeiten kann, muss er sich beim Aus-der-Box-holen erstmal genüsslich strecken. Wenn er sich mal nicht gestreckt hat, fordert er sein Dehnprogramm spätestens beim Hufeauskratzen ein. Die Reithalle haben wir morgens um 6 Uhr eigentlich immer für uns allein. 

Heute habe ich mir dann mal  meine Franklinbälle geschnappt und auch mal ein wenig rumprobiert. Erst unter den Oberschenkeln. Was im Schritt auch super war. Leider fingen sie dann, beim Lostraben sehr doll an, an dem Leder des Sattels zu quietschen, das fand Fiete natürlich gar nicht lustig. Ich beschloss also kurzerhand sie doch lieber unter den Achseln zu nutzen. Am beeindruckensten fand ich dabei, dass man tatsächlich viel deutlicher spürt wie man die Zügelhilfen gibt. Nachdem wir dann in der Halle ganz fleißig waren und ich mit Fiete heute sehr zufrieden war. Ging es eine Runde ins Gelände.

 Ich öffnete von Fiete aus das Hallentor und die Bande und schon waren wir frei. Hinein in einen milden, ersten Aprilmorgen. Auf einem kleinen Feldweg begann ich loszutraben. Fiete gab ordentlich Schub aus der Hinterhand. Ein Wahnsinnsgefühl, allerdings hört er mir dabei so gar nicht zu, sondern macht ganz selbstständig sein Ding. Um dies zu unterbinden, ritt ich gezielt Trab-Schritt-Übergänge, um mir seine Aufmerksamkeit zu holen und siehe da, nach dem dritten oder  vierten Durchparieren wurde es immer besser. Nach dieser gelungenen Aktion trödelten wir gemütlich zum Stall zurück. Glücklich und zufrieden stellte ich Fiete noch kurz auf einen Paddock, um ihm die Möglichkeit zum Wälzen zu geben.

Minifräulein auf Wolke Sieben

Vom Reitstall aus machte ich einen Zwischenstopp beim Bäcker, um frische Brötchen mitzubringen. Wir frühstückten zusammen, machten schnell ein wenig unseren Haushalt. Gegen 10 Uhr kam Minifräuleins Freund zu uns. Ich glaube sie ist fast schon etwas sehr verliebt in ihn. Sie will ständig mit ihm kuscheln und zur Krönung fragte sie ihn am Mittagstisch, ob er sie nicht heiraten wolle. 🙈🙊

Den Vormittag machte ich mich dann also mit drei Kindern auf den Weg. Unser Ziel: ein Bauernhof im Ort mit Hofladen. Dort wollten wir Eier und Kartoffeln für unser Mittag einkaufen. Auf dem Weg dorthin, kamen wir nur schleppend voran, da Minifräulein und ihr Freund eine Schnecke (genannt „Musterli“ oder „Schnecki“) bekümmern mussten. 

Auf dem Weg beobachteten wir dann noch das emsige Treiben auf einem Ameisenhaufen. 

Auf dem Hof angekommen begrüßten wir als erstes die Häschen.

Anschließend bewunderten wir die kleinen Kälbchen und ließen diese an unseren Findern nuckeln. ​

In solchen Momenten bin ich so glücklich, dass wir auf dem Land leben und wir die Möglichkeit haben, jederzeit am Landleben teilzunehmen. Nachdem wir im Hofladen Kartoffeln und Eier gekauft hatten, machten wir uns auf den Heimweg. Nach dem Mittagessen wurde Minifräuleins Freund abgeholt und wir machten einen schönen Mittagsschlaf, während sich der Papa auf den Weg zur Arbeit machte.

Eine Überraschung im Garten

Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf zog es uns dann nochmal hinaus in unseren Garten. Als ich gerade etwas wegräumen wollte, hörte ich auf einmal komische Klacker-Fauch-Geräusche. Mir war klar, dass sie von irgendeinem Tier stammen müssen. Wir verhielten uns ganz leise und tatsächlich konnten wir orten woher die Geräusche kamen. Dort wo sie herkamen bewegte sich das Laub immer etwas. Ganz vorsichtig versuchte ich mit einer Harke etwas Laub wegzunehmen. Die Kinder waren sehr gespannt und wichen mir nicht mehr von der Seite. 

Wir entdeckten das Stachelkleid eines Igels. Das Minifräulein war überglücklich und wir beschlossen dem Igel etwas Katzenfutter zu kaufen. Jeden den wir auf dem Weg trafen, erzählte Minifräulein, dass wir nun einen Igel als Gartentier haben. 

Zu guter Letzt konnten wir auch noch entdecken, dass unsere Tomatensamen, die wir letzte Woche gepflanzt hatten nun zu kleinen Treiblingen geworden sind. 

Welch einen schönen Tag, mit der vollen Faszination der Natur, wir heute erleben durften. So kann ich glücklich und zufrieden in mein Bett fallen und hoffen, dass die Kinder bis 8 Uhr schlafen (Wunschvorstellung) Ich hoffe ihr hattet auch alle so einen milden und wunderbaren Start in den Monat April!?! 

vertraut mir mein Pferd?

Unsere Welt dreht sich immer schneller, die Technik ersetzt immer mehr die Arbeit von Menschenhand. Auch im Reitsport dreht sich die Welt immer schneller. Hengste werden schnell noch von der Weide eingefangen, bekommen dann den Kulturschock ihres Lebens. Eben galoppierten sie noch in einer großen Gemeinschaft als „freier Vogel“ über eine große,weite Weide. Nun sind sie gefangen, eingesperrt in einer kleinen Box, entfernt von allen Freunden, die bisher ihr Leben bestimmten. Die Körung steht an und bis dahin ist nicht mehr viel Zeit. Im Hau-Ruck-Verfahren muss dieser junge Pferdekopf alles verarbeiten, was da auf ihn einprasselt. Fremde Geräusche, Gerüche, neue zweibeinige Wesen, die irgendwelche komischen Dinge verlangen und vieles mehr. Zeit ist Geld, auch im Pferdesport. Jeder zusätzlich Monat Beritt ist eine zusätzliche Kostenlast. Ist es richtig, dass dieses noch gar nicht gefestigte Wesen sich nun mit Artgenossen in einem Auswahlverfahren messen muss? Beurteilt wird nach Kriterien die für die Zucht wertvoll sein sollen, obwohl man das doch bei einem Pferd nach maximal sechs Monaten in Menschenhand wohl schwer einschätzen kann.

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Da lande ich bei uns in Niedersachsen, kurz vor Hamburg, in einem kleinen Stall mit acht Pferden. Bei uns ist es ruhig. Wir betreiben das Reiten als Hobby, neben unseren Berufen. Wir müssen also kein Geld mit den Pferden verdienen, sondern wünschen uns einen Partner, der uns ein Leben lang begleitet. Ich habe es also bei Fiete anders gemacht, habe mir Zeit genommen für meinen Traum vom eigenen Pferd. Von dem Traum ein Pferd beim Aufwachsen zu begleiten. Immer zu wissen was er so erlebt hat, um vielleicht mal besser einschätzen zu können, wann er wie reagiert.

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Seitdem Fiete bei uns mit einem Alter von sechs Monaten einzog übten wir. Wir  übten Hufegeben und Auskratzen. Die ersten Male war das natürlich auch nicht ganz einfach. Fiete zappelte, ich durfte nicht loslassen. Erstmal nur den Huf kurz anheben, nur lernen, dass ich nichts böses von ihm möchte. Lernen sein Gleichgewicht zu halten, auf den übrigen drei Beinen. Heute klappt das im Schlaf, ich tippe das Bein nur kurz an und schon hebt er bereitwillig seinen Huf. Damals war es aufregend, nicht immer einfach gerade die hinteren Hufe festzuhalten, auch wenn er wild zappelt. Ein Glück hatte ich oft Hilfe durch die Stallbesitzer. Auch übten wir schon das Führen, gingen mit ihm bereits als Fohlen spazieren. Auch so ein kleiner Wildfang muss verstehen, dass er sich zu benehmen hat an meiner Hand. Natürlich bockte und stieg er auch mal an der Hand. Jedoch hatte ich das Gefühl die Sache schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen, denn noch war Fiete für mich händelbar, hatte sein heutiges Gewicht von 500 – 600 kg noch lange nicht erreicht. Würde er diese Dinge heute an meiner Hand ausprobieren hätte ich wohl kaum eine Chance.

01267b3265a54c8ede09ae8fb5e1f57e05d9249b6dFiete lernte schon von Anfang an Respekt und Vertrauen. Aus meiner Sicht ein Zusammenspiel, welches extrem wichtig ist für den weiteren Verlauf der Ausbildung. Ein Beispiel möchte ich euch noch erzählen. Als Fiete damals zu uns kam, kannte er ja nun den Herdenverband,in dem er bis dahin mit seiner Mutter gelebt hatte. Als ich ihn damals kraulte, wollte er mir auch etwas Gutes tun und fing an mich liebevoll zu beißen. So wie Pferdefreunde das halt untereinander machen. Da ich aber nun mal kein Artgenosse bin und man das als Mensch nicht sehr angenehm empfindet, musste er lernen anders zu genießen. Heute tut er das in dem er seine Oberlippe spitzt.

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Der Grad zwischen Respekt und Vertrauen ist oft nicht besonders einfach. Ich kann auch nicht sagen ob ich in allen Situationen und zu jeder Zeit richtig regiere/ richtig reagiert habe. Aber ich glaube wir sind auf einem guten Weg! Diese Erkenntnis kam mir gestern, als ich Fiete an der Reithallentür parkte, auf ihm sitzend den Reißverschluß meiner Weste öffnete, die Weste auszog und sie an den Haken an der Reithallentür aufhängte. Für viele alte Hasen und von sich aus gelassene Pferde kein Problem, für mich ein riesen Erfolg. Da Fiete schnell explosiv reagiert, wenn er vor etwas Angst hat. Aber er stand da, war gelassen und reagierte so, als ob wir das bereits 1000 mal geübt hätten. Ein Zeichen, dass es mit dem Vertrauen zwischen uns wohl nicht ganz so schlecht steht.

 

Bildrechte: @powell83

Der erste Tag des Jahres

Da geht er so langsam dahin, der erste Tag des Jahres. Ob er etwas besonderes war? Nein. Warum bekommt er dann einen eigenen Blogpost? Weil er aus Dingen besteht/bestand die mich manchmal zur Verzweiflung bringen und mir aber wiederum, schon im nächsten Moment, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Dinge die mein Leben ausmachen.


Da liege ich nun, in der schönen warmen Badewanne. Zeit für mich, Zeit mich zu erholen, Zeit mal durchzuatmen. Diese Zeit dauert knappe 5 Minuten, da schreit es durch den Flur: „Mama, mein Teddy ist weg.“ Minifräulein teilt dem Rest der Welt lautstark mit, dass der Teddy in den Weiten ihrer Bettdecke verschwunden sei. Ich bitte sie, aus der Badewanne rufend, um Ruhe und sage, dass ich mich gleich darum kümmere. In diesem Moment noch in der Hoffnung, dass sie sich durch meine Aussage erstmal beruhigt und wieder zurück in ihr Bett krabbelt. Doch da öffnet sich schon die Badezimmertür, mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht steht sie vor mir „Boah! So viel Wasser?!? Das nächste Mal möchte ich auch so viel Wasser haben, otay?“

Von der lautstarken Suche nach Teddy, ist nun auch leider der Minimann wieder erwacht und ich höre ihn aus seinem Zimmer weinen. Hart schlage ich auf dem Boden der Realität auf, vorbei ist die Zeit für mich. Aus der gemütlichen Badewannenzeit, wird ein schnelles Haarewaschen unter Dusche. Die Dusche befindet sich glücklicherweise in unserer Badewanne. Also war das Badewasser wenigstens nicht ganz umsonst. Schnell noch zwei Handtücher umgeworfen und dann mit wehenden Fahnen zum weinenden Minimann. Trösten, beruhigen, noch ein paar ernste Worte mit dem Minifräulein reden. So schön hatte ich mir den Rest des Abends vorgestellt. In Ruhe baden, noch ein wenig auf der Couch lümmeln, mit meiner besseren Hälfte wenigstens noch ein paar Nachrichten schreiben, mich über die 400-Follower-Marke auf Instagram freuen. Aber allein diese Gedanken an einen perfekten Abend, verleihen meiner Realität etwas Sternenglanz und lassen das alles nur halb so schlimm auf mich wirken. Es ist die Einstellung zum Leben, die wirkt, diese lässt uns das Leben so empfinden, wie wir es empfinden wollen.

Das neue Jahr beginnt


Nun aber mal ganz von Anfang an. Es erscheint die große Uhr auf unserem Fernsehbildschirm. Wir zählen gemeinsam runter 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1… Prost! Umgeben von meinen Liebsten stoßen wir auf das neue Jahr 2017 an. Wir gehen hinaus auf die Straße. Knallen ein wenig und schließlich ist Minifräulein von diesem spannenden Abend so fertig, dass ich sie ins Bett bringe. Ich räume noch schnell ein wenig auf, bevor ich selbst beschließe, lieber auch mein Bett aufzusuchen. Denn gleich werden die Kinder natürlich wie gewohnt früh auf der Matte stehen. Pünktlich um 7:30 Uhr (immerhin eine Stunde länger als am Samstag) ist es dann soweit, Minimann ist bereit in den Tag zu starten. Sämtliche Kuschelversuche scheitern leider kläglich. Er ist ein Racker, ein Entdecker, er hat besseres zu tun, als noch mit Mama & Papa im Bett zu kuscheln. Kaum ist Minimann wach, folgt natürlich auch die große Schwester, diese lässt sich jedoch noch gut mit Hörbüchern zum weiteren Kuscheln überreden. Fast bis 8:30 Uhr schaffen wir es irgendwie die Kinder bei Laune zu halten. Aber dann geht´s los, unser kleines Häuschen erweckt zum Leben. Minimann ist voller Tatendrang und hilft tüchtig beim Tischdecken. Schnell noch einen Kaffee gekocht und die warmen Brötchen aus dem Backofen geholt. 2017 wir sind bereit du kannst kommen!

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Die gemütliche Frühstücksstimmung wird getrübt, der Papa ist im Stress, gleich fährt seine S-Bahn, er verschlingt noch schnell sein Brötchen, nimmt einen Schluck Kaffee und verlässt mit wehenden Fahnen unser Zuhause, um sich auf den Weg zur Arbeit zu machen. Aufgrund der Arbeitszeiten hat er auch noch beschlossen, erst wieder Montagabend nach Hause zu kommen. Wie so oft, bin ich also wieder auf mich allein gestellt und versuche das Beste aus diesem Sonntag zu machen. Ein Glück bin ich heute nicht ganz allein, sondern habe eine großartige Unterstützung von Sina, sie hat mit uns gemeinsam das neue Jahr begrüßt. Also frühstücken wir gemeinsam in Ruhe zu Ende und finden sogar noch ein bisschen Zeit, uns über unser Lieblingsthema „Pferde“ zu unterhalten. Das Gespräch müssen wir dann leider doch irgendwann beenden, da die Kinder unsere Aufmerksamkeit fordern. Damit uns die Decke nicht auf den Kopf fällt, gehen wir noch eine kleine Runde in unseren Garten, beseitigen den Silvestermüll und erfreuen uns an einer übrig gebliebenen Packung Knallerbsen. Zum Mittag gibt es dann Eierpfannkuchen mit Äpfeln, die anscheinend nur Sina und mir richtig gut schmecken. Nun ist es an der Zeit für einen gepflegten Mittagsschlaf. Da Sina wirklich großartig ist, übernimmt sie diesen Part und ich darf, auf in den Stall, zu Fiete.

 

Stallzeit

Ich liebe unseren kleinen privaten Stall. Er bedeutet für mich Ruhe, wohlfühlen, abschalten. Fiete ist gerade noch draußen auf dem Paddock und knabbert genüsslich an etwas Heu. Also gehe ich erstmal in den Stall, sammele meine sieben Sachen fürs Reiten zusammen und mache mich dann mit Halfter und Strick bewaffnet aud die Jagd nach Fiete. Der matschige Paddock lässt mich nur schwer einen Weg zu Fiete finden. Meine gut gemeinten Rufe und Pfiffe versteht er leider gänzlich falsch und meine Laute treiben ihn nur noch weiter von mir weg. Da kommt auch schon das kleine (etwas gefährliche) Scheckenpony „On Top“ lüstern auf mich zu . Da ich den kleinen Satansbraten ein Glück gut kenne, spreche ich sie schon scharf an, was sie allerdings wenig beeindruckt. Mit ihrem frechen Ponyblick ausgestattet kommt sie mir immer näher. Ich wedele mit dem Halfter und endlich bekomme ich sie dazu, sich von mir abzuwenden. Mein wedelndes Halfter wird mit zwei ordentlichen Tritten der Hinterbeine in meine Richtung quittiert. Fiete ist weiterhin auf der Flucht vor mir. Einen kleinen Moment ist er jedoch etwas langsam und ich kann ihm seinen Weg abschneiden, das kleine Satanspony dabei immer gut im Auge behaltend. Nun lässt sich Fiete, als wäre nichts gewesen, ganz bereitwillig aufhalftern und folgt mir. Beim Verlassen des Paddocks bleibe ich weiterhin wachsam, da das Scheckenpony immer wieder in unserer Nähe lauert. Puh! Geschafft! Wir sind  nun beide in Sicherheit, außerhalb des Paddocks. Nun können wir uns ganz dem Putzen und Satteln widmen. Angekommen in der Reithalle bin ich anfangs ganz allein. Wir drehen ein paar Runden im Schritt als es heißt „Tür frei!“ Ein anderes Scheckenpony soll longiert werden und leistet uns somit Gesellschaft. Fiete ist sichtlich angetan von diesem kleinen Schecken und würde am liebsten mit ihm freispielend durch die Reithalle toben. Ich hole ihn zurück aus seinen Träumen und erinnere ihn daran, dass ich gerade auf seinem Rücken sitze. Solche Gelegenheiten nutzt Fiete ganz gern, um sich von seinen eigentlichen Aufgaben ablenken zu lassen. Er ist halt noch ein Kind und Kinder spielen nun mal gern. Ich schaffe es dann doch seine Aufmerksamkeit wieder komplett auf mich zu lenken und wir drehen ein paar schöne Runden im Trab und Galopp, arbeiten an Zirkelverkleinern, Galoppsprüngen verlängern und an Übergängen. Geschwitzt, aber glücklich und zufrieden beenden wir unsere kleine Trainingseinheit.

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Feierabend für Fiete. Zurück auf seinen Paddock zu seinen zwei Freundinnen. Nach guten 1,5 h mache ich mich auf dem Heimweg.

 

Es ist ganz still in unserem Haus, als ich aus dem Stall zurückkomme. Alle geben sich ihrem Mittagsschlaf hin. Naja fast. Sina steht auf einmal vor mir und fragt nach einem Kaffee. Eine wirklich gute Idee, die ich auch schon hatte, aber nicht wusste, ob Sinas „Zeitbudget“ dies noch zulässt. Denn schließlich hat sie ja auch ihr eigenes Leben. Wir kommen noch mal dazu ein wenig über dies und das zu quatschen, bevor die Wichte das Haus langsam wieder zum Leben erwecken. Für Sina ist es nun auch Zeit sich zu verabschieden. Meine Kinder und ich lassen den restlichen trüben Nachmittag gemütlich vor sich hinplätschern. Wir vertreiben ihn uns mit einem Puzzle, einem Malblock und kreativen Spielideen.

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Der Sonntag ist bei uns fast immer für die Kinder der Badetag. Frisch gebadet und mit vollem Magen landen wir drei auf der Couch. Die Kinder dürfen sich noch den Sandmann anschauen, bevor es für sie ins Bett geht. So verabschieden wir langsam den ersten Tag des Jahres und kommen an dem Punkt an, an dem mein Blogpost begann.

Dieser erste Tag des Jahres 2017, er war kein Besonderer, er war geprägt von Sachen die mein Leben ausmachen. Von schönen Momenten, die mir hoffentlich lange in Erinnerung bleiben, von stressigen Phasen, die jedoch von diesen schönen Momenten überdeckt werden. Und das ist es, das ist es, was ich mir von dem Jahr 2017 wünsche. Schöne Momente die mir hoffentlich lange in Erinnerung bleiben.

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Ich danke an dieser Stelle allen Menschen, die mein Jahr 2016 bereichert haben und ihren Teil dazu beigetragen haben, dass das Jahr 2016 bereits geprägt war von schönen Momenten.

 

Winterzeit – Pflegezeit

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Nicht, dass ich Fiete nur im Winter pflege, aber gerade im Winter ist mir die Pferdepflege noch wichtiger. Viele Probleme, die im Winter entstehen, können sicherlich etwas eingedämmt oder sogar ganz vermieden werden, wenn man vorbeugt. Die matschigen Paddocks, der längere Boxenaufenthalt und Matratzeneinstreu begünstigen die Vermehrung von Keimen und Bakterien. Die Hufe neigen zu Strahlfäule, die Fesselbeugen zu Mauke, die Deckensaison lädt Milben oder ähnliches praktisch dazu ein, sich zu vermehren. Ganz zu schweigen von Husten oder anderen Infekten.

Wie ihr in meinem älteren Artikel Erkältungszeit lesen könnt, hatten wir letztes Jahr wirklich große Probleme damit. Neben dem Husten hatte Fiete generell ein schwaches Immunsystem. Er zog alles an – von Milben über Mauke. Ständig hatte er neue Wehwehchen. Wir holten uns Hilfe bei der Jana von der  Tierheilpraxis Bahrenhop.

Liebe Jana, sei mir nicht böse, aber ich war anfangs wirklich sehr skeptisch, ob das überhaupt etwas bringt. Jana erstellte einen Plan – erst mit homöopathischen Mitteln und anschließend mit Schüsslersalzen. Natürlich wurde erstmal überhaupt nichts besser, eher im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, Fiete zog alles was Krankheiten betraf, magisch an. Dies ließ mich noch mehr zweifeln. Aber rückblickend kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, diese „Alternative“ auszuprobieren. Fiete zieht nach Ende des Therapieplanes nicht mehr jede Kleinigkeit an und ist deutlich fitter als vorher. Wer also ähnliche Probleme hat, dem kann ich es nur ans Herz legen, probiert diesen Weg aus!

Aber nun möchte ich euch noch zeigen welche Produkte ich verwende, um bestimmten „Winter-Wehwehchen“ entgegen zu wirken.

Den Schweif pflege ich mit Equistar von Stassek. Auf dieses Mähnenspray schwöre ich schon seit Jahren und ich habe bisher kein anderes gefunden, dass mich so überzeugt. Den Schweif sprühe ich damit großzügig ein und kämme ihn dann. Ja ich weiß man soll den Schweif nicht kämmen, sondern nur verlesen, aber ich habe mein ganz eigene Technik entwickelt und habe bisher nicht feststellen können, dass der Schweif dadurch dünner wird. Eher im Gegenteil. Durch die regelmäßige Pflege, habe ich das Gefühl, der Schweif wird fülliger und glänzt sehr schön. Schon einige Male wurde ich auf Fietes schönen Schweif angesprochen 😉

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Für die Fesselbeugen verwende ich die anti-Mauk Lotion von Loesdau. Gerade das weiße Bein von Fiete ist sehr empflindlich was Nässe und Schmutz angeht. Die Haut in den  Fesselbeugen ist schnell gereizt, gerötet, schuppig und wird krustig. Mit der Lotion ist die Haut deutlich geschmeidiger.

 

 

 

 

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Für den Strahl verwende ich Kevin Bacons Hoof Solution. Damit wird der Strahl nicht so weich und es entsteht nicht so schnell Strahlfäule. Sehr praktisch ist der Pinsel, der sich im Deckel befindet. Trotzdem kleckert es leider immer etwas, deshalb empfehle ich es Plastikhandschuhe zu tragen bzw. ich reinige die Flasche nach jedem Gebrauch. Die Tinktur ist farblich nicht sehr ansprechend auch der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, aber hauptsache es hilft! Den Spruch „Keine Füße – kein Pferd!“ auf der Flasche finde ich sehr passend.