Winterzeit – Pflegezeit

01a73a97c2ab392d286753ceb8b68760e94a51d093.jpg

Nicht, dass ich Fiete nur im Winter pflege, aber gerade im Winter ist mir die Pferdepflege noch wichtiger. Viele Probleme, die im Winter entstehen, können sicherlich etwas eingedämmt oder sogar ganz vermieden werden, wenn man vorbeugt. Die matschigen Paddocks, der längere Boxenaufenthalt und Matratzeneinstreu begünstigen die Vermehrung von Keimen und Bakterien. Die Hufe neigen zu Strahlfäule, die Fesselbeugen zu Mauke, die Deckensaison lädt Milben oder ähnliches praktisch dazu ein, sich zu vermehren. Ganz zu schweigen von Husten oder anderen Infekten.

Wie ihr in meinem älteren Artikel Erkältungszeit lesen könnt, hatten wir letztes Jahr wirklich große Probleme damit. Neben dem Husten hatte Fiete generell ein schwaches Immunsystem. Er zog alles an – von Milben über Mauke. Ständig hatte er neue Wehwehchen. Wir holten uns Hilfe bei der Jana von der  Tierheilpraxis Bahrenhop.

Liebe Jana, sei mir nicht böse, aber ich war anfangs wirklich sehr skeptisch, ob das überhaupt etwas bringt. Jana erstellte einen Plan – erst mit homöopathischen Mitteln und anschließend mit Schüsslersalzen. Natürlich wurde erstmal überhaupt nichts besser, eher im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, Fiete zog alles was Krankheiten betraf, magisch an. Dies ließ mich noch mehr zweifeln. Aber rückblickend kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, diese „Alternative“ auszuprobieren. Fiete zieht nach Ende des Therapieplanes nicht mehr jede Kleinigkeit an und ist deutlich fitter als vorher. Wer also ähnliche Probleme hat, dem kann ich es nur ans Herz legen, probiert diesen Weg aus!

Aber nun möchte ich euch noch zeigen welche Produkte ich verwende, um bestimmten „Winter-Wehwehchen“ entgegen zu wirken.

Den Schweif pflege ich mit Equistar von Stassek. Auf dieses Mähnenspray schwöre ich schon seit Jahren und ich habe bisher kein anderes gefunden, dass mich so überzeugt. Den Schweif sprühe ich damit großzügig ein und kämme ihn dann. Ja ich weiß man soll den Schweif nicht kämmen, sondern nur verlesen, aber ich habe mein ganz eigene Technik entwickelt und habe bisher nicht feststellen können, dass der Schweif dadurch dünner wird. Eher im Gegenteil. Durch die regelmäßige Pflege, habe ich das Gefühl, der Schweif wird fülliger und glänzt sehr schön. Schon einige Male wurde ich auf Fietes schönen Schweif angesprochen 😉

011c9e8a144e34ae417466eb252ee736d35720d13b.jpg

 

 

Für die Fesselbeugen verwende ich die anti-Mauk Lotion von Loesdau. Gerade das weiße Bein von Fiete ist sehr empflindlich was Nässe und Schmutz angeht. Die Haut in den  Fesselbeugen ist schnell gereizt, gerötet, schuppig und wird krustig. Mit der Lotion ist die Haut deutlich geschmeidiger.

 

 

 

 

012bd3664f1ba1b3a40ccea47d92ac87760b0701b0

 

Für den Strahl verwende ich Kevin Bacons Hoof Solution. Damit wird der Strahl nicht so weich und es entsteht nicht so schnell Strahlfäule. Sehr praktisch ist der Pinsel, der sich im Deckel befindet. Trotzdem kleckert es leider immer etwas, deshalb empfehle ich es Plastikhandschuhe zu tragen bzw. ich reinige die Flasche nach jedem Gebrauch. Die Tinktur ist farblich nicht sehr ansprechend auch der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, aber hauptsache es hilft! Den Spruch „Keine Füße – kein Pferd!“ auf der Flasche finde ich sehr passend.

 

 

 

Hufglockentest

Hallo ihr Lieben, 

heute will ich euch bei der Qual der Wahl etwas helfen. Viele kennen das Problem sicherlich, Pferd tobt draußen mit seinen Pferdefreunden, dann macht es klirr-bumm und wieder ist ein Hufeisen ab. Wieder die Nagellöcher eingerissen, wieder den Hufschmied bestellt um ein neues Eisen dran zu machen. Genauso erging es mir letzten Winter. Was also tun? 

Lösung: Fiete bekommt Hufglocken um. Da sie bei uns nicht täglich abgemacht werden können, braucht er auf jeden Fall welche die nicht scheuern, also welche mit Lammfell. 

Nun ging es los, es gibt so viele Anbieter, dass es gar nicht so einfach war sich zu entscheiden. Ich kaufte welche von BR, Waldhausen und Eskadron. Preisspanne von ca. 30 € bis 49€ 

Produktfotos der jeweiligen Firmen
Nun ging es los, Fiete wieder raus und schauen was die Hufglocken so taugen. Die günstigeren von BR und Waldhausen schafften es leider nicht mal eine Woche. 😦 Bei beiden ist das Lammfell nicht gut vernäht und löste sich bereits nach zwei Tagen ab! 


Bei den Glocken von BR war es sogar noch so, dass die obere Schicht komplett einriss. Die einzigen Hufglocken die meinen Langzeittest bestanden haben sind die von Eskadron. 

Ich habe beide Firmen (BR und Waldhausen) auf die, aus meiner Sicht, mangelnde Qualität hingewiesen. Und dorthin geschrieben, dass die Vernähung des Lammfelles schlecht ist. Beide schickten mir relativ unkompliziert Ersatzhufglocken. Um mein eigentliches Anliegen, die Qualität der Produkte zu bemängeln und vielleicht in Zukunft etwas besser zu machen. Wurde leider nicht wirklich eingegangen. Bei Waldhausen hatte ich noch eher das Gefühl, mit meinem Anliegen Ernst genommen zu werden. Bei BR war der Kundenservice eine große Katastrophe! 

Fazit: Wenn ihr gute, langlebige Hufglocken für eure Pferde sucht, kann ich euch aufgrund meiner Erfahrung nur die Hufglocken von Eskadron empfehlen. Sie sind zwar die teuersten, aber dafür ist die Qualität wirklich ausgezeichnet. 

Ein Tag bei Uta Gräf

Los geht’s 


Reitstiefel geputzt, Reitkappe, Handschuhe und Reithose eingepackt, es kann losgehen, Kirchheimbolanden, Gut Rothenkircherhof ich komme! Sehr früh geht es aus Richtung Hamburg mit der Bahn los, nach Frankfurt am Main und anschließend weiter nach Mainz. In Mainz angekommen wartet ein kleiner Mietwagen auf uns (ich werde von der lieben Jenny begleitet) und fährt uns von dort aus auf das Gut Rothenkircherhof  von Uta Gräf. 

Uta Gräf Logo
Angekommen und aufgenommen

Kaum dort angekommen werde ich von Utas Lebensgefährten Stefan Schneider mit den Worten: „Ah, für dich habe ich heute schon eines meiner besten Pferde reserviert“ begrüßt. Die Spannung steigt. Während Stefan Uta Bescheid sagt, dass wir bereits vor Ort sind, schauen wir uns schon ein wenig auf dem Hof um. Wir landen am Reitplatz, wo gerade ein Pferd von Utas Bereiterin gearbeitet wird. Dort kommt Uta dann auf uns zu und begrüßt uns mit ihrer aufgeschlossenen, fröhlichen Art. Sie erklärt uns, dass sie noch einige Dinge erledigen muss und es nach einem gemeinsamen Mittagessen losgehen wird. Solange können wir uns umschauen und zuschauen wie die Pferde gearbeitet werden. Plötzlich kommt Friederike Heidenhof mit der Kamera in der Hand um die Ecke und fragt uns ob wir mitkommen wollen, es steht gerade ein Pferd im Bach. Tatsächlich steht ein junger Fuchswallach angebunden an Gattern im Bach und planscht ausgiebig mit seinen Vorderbeinen im kühlen Nass. Was ihm sichtlich Spaß macht, soll eigentlich den Nutzen haben seine Sehne zu kühlen.

 Anschließend treffen sich alle Angestellten im Garten zu einem gemeinsamen Mittagessen. Beim Mittagessen wird ausgiebig gelacht, erzählt, beratschlagt und die Planung für kommende Dinge gemacht. 

Dieser Spruch hängt am Reitplatz.


Auf die Pferde, fertig, los!

Dann war es endlich soweit, rein in die Reitklamotten und rauf aufs Pferd. Helios (gerade eine Woche vorher S-Dressur gewonnen) war der erste Kandidat. Ein absolutes Traumpferd. Ich ritt los und Uta gab mir einige Tipps was ich an meinem Sitz verbessern muss. Nach einigen Runden reichte sie mir ihre Sporen mit den Worten: „Du hast dich qualifiziert!“ Das machte mich natürlich sehr froh. 

Sie arbeitete mit mir an Lektionen und fragte immer wieder was ich an meiner Hilfengebung ändern bzw. besser machen würde und wertete dies anschließend mit mir aus. Insgesamt durfte ich vier Pferde reiten. Alles sehr unterschiedliche Pferde, aber jedes auf seine eigene Weise ein toller Lehrer für mich. Besonders toll waren die schwierigeren Lektionen, die ich dann noch mit dem etwas kleineren Schimmel Marquess (ich hoffe ich habe ihn richtig geschrieben), reiten durfte. Lektionen wie Traversalen und fliegende Galoppwechsel kann dieser kleine, motivierte Schimmel wie im Schlaf und Uta erklärte mir wie ich diese Lektionen reiten soll.

Neben dem Reitplatz steht ein Pferd und schaut bei der Arbeit zu.
Dies klappte dann mal mehr, mal weniger gut. Was aber eindeutig an mir lag, da ich solche Lektionen einfach vorher noch nie geritten bin und mir dadurch in der Hilfengebung doch sehr unsicher war. Zudem wollte ich natürlich auch nichts falsch machen. 

​​
Nach diesem ausgiebigen Reiterlebnis zeigte uns Utas eine Bereiterin noch einmal ausführlich den gesamten Hof. Es ist so toll wieviel Platz jedes Pferd dort hat und das alle Pferde gleich gehalten werden, egal ob Sportpferd, Esel oder Pony. 

Anschließend verabschiedeten wir uns in einem letzten Gespräch mit leckeren Minimuffins. 

Fazit

Ich bin beeindruckt von dem was Uta neben dem Reiten noch alles macht! (Es wurde an einem Film gearbeitet und ein neuer Vortrag für das Mercedes Benz Reiterforum vorbereitet)

Alle Pferde waren toll zu reiten. Sie waren alle sensibel und motiviert. Bemerkenswert finde ich noch, dass Uta mir all ihre Pferde anvertraut hat und ich so diese einzigartige Chance hatte viel von diesem Tag mitzunehmen. Danke auch an equiXTREME, die mir dieses tolle Erlebnis erst ermöglicht haben und von deren Produkten ich mehr als begeistert bin.

Und eines noch, die tollen Butterflyprodukte die Utas Pferde alle tragen haben es mir tatsächlich etwas angetan! 🙈🙊😍 Wenn mal ein Geldsegen über mich fällt, kann ich für nichts garantieren! 😁 Danke auch an das komplette Hofteam, wir haben uns sehr wohl gefühlt. 

Eure Fanni (und Jenny) 😉

Erkältungszeit

IMG_6350

Böser Husten

Husten_Pferd

Nicht nur wir sind im Winter von den schrecklichen Erkältungen betroffen, auch meinen Fiete hat es böse erwischt :-/ Ich dachte eigentlich wir haben die fiese Erkältung endlich hinter uns gebracht. Aber irgendwie wirkt er auf mich noch sehr geschwächt. Schon fast drei Wochen schlagen wir uns damit rum. Der Tierarzt war auch schon diverse Male da und wahrscheinlich wird mich der ganze Spaß ein Vermögen kosten 😦 Nachdem er nun letzte Woche Antibiotika bekommen hatte, sah es eigentlich ganz gut aus. Der ganze Schleim löste sich endlich und er machte wieder einen guten Eindruck. Gestern bin ich dann Dressurunterricht mit ihm geritten und so triebig wie gestern habe ich ihn selten erlebt.

 

Alternativen

Naturheilkunde

Nun habe ich mich mit meiner lieben Reitbeteiligung beratschlagt und wir sind auf die Idee gekommen. Mal was homöopathisches auszuprobieren. Wir wollen auch noch eine Tierheilpraktikerin dazuziehen, damit wir nicht nur was auf „blauen Dunst“ versuchen. Ich muss sagen, dass ich das erste Mal diese Art der Behandlung ausprobieren möchte und gespannt bin was und wie sie wirken wird. Natürlich werde ich euch auf dem laufenden halten.